Napf und Buch

Meine Samstagmorgenlaune gestaltet sich relativ. Dies, weil sie sich gleich einer mathematischen Exponentialfunktion verhält. Meine Initiallaune kann man ruhig als Limes(0) definieren. Auf der ganzen Autofahrt bleibt meine Laune; definieren wir Laune = klein “L”; l > 0, <= 1. Sie bessert sich also ein wenig auf. Ein ganz kleines µ. Je nach Relativität. Nun gut, lassen wir die Mathematik Mathematik sein… Zumindest bis zum Ende dieses Beitrags. Dann muss ich dieses Thema nochmals ganz kurz aufgreifen.

Wir fahren via Dagmersellen und Zell nach Lutherbad und von dort weiter bis zur Alp Hinterey. Von dort gehts auf einem steilen Weg direkt auf den Gipfel. In meinem Fall wirklich direkt. Ich benötige für den Aufstieg 40 Minuten. Zum Vergleich: Paa und Maa brauchen für die gleiche Strecke sage und schreibe eineinhalb mal so lang! Ich nehme ihnen also ganze 20 Minuten ab. Meine erste Handlung auf dem Gipfel, nachdem ich 3 dl Rivella in Rekordzeit runtergeschlungen hab und mir ein neues bestellt hab, war einmal 15 Minuten Sauerstoff in mich hineinatmen. Ein Mitwanderer (ich habe mich den ganzen Aufstieg an seine Fersen geheftet) teilt mir mit: “So etwas habe ich jetzt ja wirklich noch nie erlebt!!! Dass jemand während dem Aufsteig so stark hechelt!! Das ist ja nun wirklich unglaublich!!”

rettende Napfbeiz

rettende Napfbeiz

Nachdem ich mich wieder mit genügend Oxygen ausgestattet habe gehen wir erneut in die Beiz und trinken ein weiteres Rivella. Das erste war um den Durst zu löschen und das zweite konnte ich so richtig geniessen…

Maa und Paa und ich auf Napf

Maa, Paa und ich auf Napf

Nach 50 Minuten Pause steigen wir frisch gestärkt (meine relative Laune ist um 108 µ Prozent besser geworden) auf wunderschönen Wanderwegen im typischen Waldgebiet des Napfs hinter zur Alp Niederenzi. Von dort dauert der Abstieg zum Parkplatz noch 25 Minuten.

2014-07-19_napf_panorama
Der Sonntag gestaltet sich als gemütliche Angelegenheit. Nebst dem äusserst appetitlichen Festschmaus zu Mittag, lese ich das gestern Abend begonnene Buch “Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna” fertig. Das Buch ist eine schriftstellerische Meisterleistung eines unbekannten Autors mit Namen “Fynn”. Er beschreibt in dem Buch seine eigenen Erlebnisse mit der fünfjährigen Anna. Anna ist aus unbekannten Gründen von zuhause ausgerissen und findet Unterschlupf beim damals 19-jährigen Fynn. Die beiden verbindet eine tiefe Freundschaft und sie führen hochkomplexe, meist theologische und philosophische Gespräche. Kurz: Anna glaubt felsenfest an einen “Mister Gott”…

Ich kann dieses Buch wärmstens jedem zur Lektüre empfehlen:

Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna

Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna

 

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Jahr: 2014 | Kommentieren

Ferien in Italien

Nach sehr langer Funkstille folgt hier ein umfangreicherer Beitrag meiner Ferien im Juni und Juli 2014 in Italien. Viel Spass beim Lesen:

Steffan hat sich dazu entschlossen zu heiraten. Er ist gleich alt wie ich und hat in Eschenbach schräg gegenüber von mir gewohnt. Wir haben einen grossen Teil unserer Jugend miteinander verbracht. In der Schule, in den Ferien, ich bei ihm zuhause, er bei mir. Steffan heiratet aber nicht hier in der Schweiz, sondern im schönen Italien, genauer in Florenz in der Toskana. Steffan hat Paa, Maa und mich an die Hochzeit eingeladen und zwar schon im November letzten Jahres. So hatten wir genügend Zeit alles richtig zu organisieren und unsere Zeitpläne zu koordinieren.

Wir fahren am Mittwoch, 2014-06-26 morgens um 04.00 Uhr mit voll bepacktem Auto, unter anderem Ausgangsschalen, schönen Schuhen, Hemden und wir Männer Krawatten für die Hochzeit, sowie Kleidern für eine Woche zusätzlicher Ferien Richtung Italien ab. In Erstfeld sage ich zu Paa: “Darf ich bis Chiasso fahren?” Kurze, klare Frage; kurze, klare Antwort: „Ja“ mit anschliessender Umsetzung. Wir füllen vor der Grenze noch den Benzintank auf, denn der Sprit ist in Italien mafiös teuer. Für die restliche Fahrzeit übergebe ich das Steuer zurück an Paa und um Punkt 11.00 Uhr treffen wir im Hotel Mulino di Firenze in Florenz ein. Das Hotel ist ein ruhiges, sehr schön gelegenes Gebäude und liegt direkt am Arno. Es befindet sich ein wenig ausserhalb des Stadtzentrums. Wir bringen sämtliches Gepäck in mein Zimmer (weil das Zimmer für Maa und Paa noch nicht hergerichtet ist) und machen uns bereit für einen ersten Ausflug am Nachmittag.

Hotel Mulino di Firenze

Hotel Mulino di Firenze, am Fluss Arno gelegen

Wir marschieren zu Fuss in die Stadt. Paa unterschätzt allerdings die Distanz vollkommen und wir „wandern“ mehr als eine Stunde entlang einer stark befahrenen Strasse, bis wir an unserem ersten Teilziel, der Piazza Michelangelo eintreffen. Tja, auch Kartenlesen muss gelernt sein. Ok um Karten richtig zu lesen ist auch ein verlässliches, richtig interpretierbares Kartenmaterial von Vorteil! Dies war in unserem Fall überhaupt nicht der Fall. Paa schlägt sich im Fall des Falles auch mit diesem Fall gekonnt herum und sagt sich: „In diesem Fall sieht der Fall sehr komplex aus…“ Wink

Die Piazza Michelangelo ist ein schöner Aussichtspunkt von dem man einen weitläufigen Blick auf die Altstadt von Florenz hat. Wir besuchen dort auch die erste Kirche. Im Verlauf unserer Ferien sollten, gemäss Plan, noch viele weitere folgen. Anschliessend sind wir in die Stadt runter gelaufen, entlang des Palazzo Pitti zum Giardino die Boboli. Das ist ein wunderschöner Garten in dem man sich gut erholen kann und eine perfekte Aussicht auf die ganze Stadt hat.

Florenz - Piazza San Michelangelo

Florenz – Piazza San Michelangelo

Campanile di Giotto

Campanile di Giotto

Am Donnerstag, 2014-06-26 fahren wir am Morgen mit dem Shuttle Bus des Hotels zum Dom und erklimmen dort zuerst den Campanile di Giotto. Diesen etwa 80 Meter hohen schlanken Turm hochzusteigen lohnt sich sehr. Die Aussicht auf der Turmspitze ist sensationell. Es ist teilweise sehr eng und es herrscht Gegenverkehr. Die einen Leute wollen hinauf und die anderen runter. Von der Turmspitze hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Neu-, die Altstadt und ganz Florenz.

Nachdem wir wieder heil unten ankommen, besichtigen wir den prächtigen Dom inklusive Dommuseum. Nach Verlassen des Domes regnet es und wir begeben uns in ein Restaurant. Das Lokal ist gelinde gesagt ziemlich schäbig. Trotz der dürftigen Nahrungsaufnahme widmen wir uns nach dem Regen dem nahe dem Dom gelegenen Palazzo Medici. Anschliessend wollen wir noch das Kloster San Marco anschauen, welches jedoch bereits geschlossen war. Auf der Piazza San Marco fährt der Bus, der in die Nähe von unserem Hotel fährt, ab. Von der Endstation aus müssen wir noch etwa 15 Minuten zu Fuss zum Hotel gehen.

Wir bereiten uns für den ersten Teil der Hochzeitsfeierlichkeiten vor. Das sogenannte Rehearsal Dinner, welches im Hotel Villa Olmi Resort stattfindet. Wir treffen dort auf unsere Nachbarsfamilie inkl. Anhang. Wir nehmen ein super leckeres Buffetdinner ein. Etwa um 23.00 Uhr kehren wir wieder zurück in unser Hotel.

Freitag, 2014-06-27 ist Steffans grosser Tag. Heute finden die Hochzeitsfeierlichkeiten statt. Wir haben am Vormittag jedoch noch Zeit, Sehenswürdigkeiten in Florenz zu besichtigen. Wir fahren mit dem Shuttle in die Stadt und begeben uns zuerst auf die Piazza dei Signori. Dort ist unter anderem der prächtige Palazzo Vecchio sowie eine Kopie des berühmten David zu besichtigen. Nachher besuchen wir die berühmte Galerie der Uffizien, wo hochwertige Kunstgegenstände, Malereien und Statuen zu bewundern sind.

Davidstatue

Davidstatue mit Gehänge. zwar nicht die Originalstatue, aber eine perfekte Kopie. Im Museum Michelangelo müsste man, um das Original zu sehen, zwei Stunden Schlange stehen

Palazzo Vecchio auf der Piazza delli Signori

Palazzo Vecchio auf der Piazza delli Signori


Nachdem wir noch den Ponte Vecchio begangen haben, fahren wir rechtzeitig mit dem Bus zurück zum Hotel. Wir machen uns für die Hochzeitsfeierlichkeiten bereit und fahren anschliessend mit dem Taxi ins Hotel Villa Olmi Resort. Dort besteigen wir erneut einen Shuttlebus der uns zum Castello di Vincigliata bringt. Die Hochzeitsfeierlichkeiten sind sehr schön und das anschliessende Nachtessen (Hugo: leider gab es keine Pommes) ist ausgezeichnet. Ebenso die multinationale Gesellschaft und natürlich der Hochzeitskuchen. Der wäre höchstwahrscheinlich absolut phantastisch gewesen, wenn ich in meinem Magen noch irgendwo ein kleines Plätzchen gefunden hätte. Ich finde dann nach langer Suche doch noch eine Stelle. So platziere ich an besagter Stelle noch ein wenig Hochzeitskuchen. Wir feiern und tanzen noch bis in die frühen Morgenstunden. Um 02.00 Uhr morgens kommen wir wieder in unser Hotel zurück und ich lege mich mit vielen schönen Impressionen schlafen.

Es folgt bereits der letzte Tag in Florenz. Am Samstag, 2014-06-28 fahren wir mit dem Bus auf die Piazza San Marco und besichtigen dort das Kloster San Marco, welches am Donnerstag geschlossen war. Anschliessend verbringen wir noch ein wenig Zeit in der Stadt, essen eine Kleinigkeit zu Mittag und begeben uns am späteren Nachmittag zurück zum Hotel. Dort geniessen wir, wie auch an anderen Tagen, den Swimming Pool.

Kirche Santa Maria Novella

Kirche Santa Maria Novella

Sonntag, 2014-06-29: Wir packen unseren Wagen und nehmen die Autobahn nach Arezzo. In Arezzo führt eine Rolltreppe vom Parkplatz hinauf zur Altstadt. Auch hier besichtigen wir diverse Kirchen. Wir machen natürlich einen Bummel durch die liebliche, kleine Altstadt. Das Mittagessen nehmen wir in der Osteria Buca di San Francesco, direkt neben der gleichnamigen Kirche zu uns. Es gibt dort toskanische Spezialitäten. Maa rümpft allerdings ein wenig die Nase. Es ist halt keine Walliser Käseschnitte. Jaja, da kann ich nur sagen: „Ie, ich weiss nit wie drober. Was müess i jetzt tüe?“

Osteria Buca di San Francesco

Osteria Buca di San Francesco

Auf der Weiterfahrt nach Siena legen wir noch einen Zwischenstopp in Montepulciano ein. Das ist eine bekannte Weingegend in der Toskana. Paa kann es also logischerweise nicht lassen, in eine Enoteca zu gehen und ein paar Flaschen Wein zu kaufen. Montepulciano liegt auf einem Hügel mit guter Aussicht über die Landschaft.

Unser Ziel heute ist Siena. Wir fahren also, mit wertvollen Hilfestellungen unseres TomToms in und um und wieder durch und schon wieder rundum die Stadt Siena. Das TomTom will uns immerfort durch Strassen führen die wegen dem anstehenden Palio (Pferderennen mitten in der Stadt Siena) nicht passierbar sind. Nach einigen Irrfahrten finden wir unser Hotel doch noch.

Wir begeben uns am Montag, 2014-06-30 auf eine erste Besichtigung in der Gegend von Siena. Wir fahren mit dem Auto zur Abazzia di Monte Oliveto Maggiore. Dort besichtigen wir das Benediktiner Kloster, das heute von Olivetanern, einem sehr strengen Orden, bewohnt wird. Im Kreuzgang dieses Kloster kann man 36 Fresken der Künstler Signorelli und Sodoma, die das Leben des heiligen Benedikt darstellen, bewundern.

Abazzia di Monte Oliveto

Abazzia di Monte Oliveto

Nach der religiösen Tätigkeit widmen wir uns der Önolgie resp. Coffealogie. Wir fahren nämlich weiter nach Montalcino, eine der besten Wein Gegenden in der ganzen Toskana. Auch hier kann es Paa nicht lassen, ein paar Kartons Nobile di Montalcino zu kaufen.

Auf der Fahrt zurück nach Siena kommen wir noch bei der Abtei Sant’Antimo vorbei. Dies ist eine ehemalige Benediktinerabteien die in einer der besterhaltenen romanischen Kirchen untergebracht war.

Am Dienstag, 2014-07-01 fahren wir nach Massa Marittima. Dieser Ort ist ein städtebauliches Juwel auf einer Meereshöhe von 560 Meter über Meer, welches man in 30 km Entfernung sogar sieht. Wir besuchen dort die Piazza Garibaldi und den Duomo San Cerbone. In dieser Stadt entstand im Jahre 1310 der Codice Minerario, das erste modifizierte Bergbau Gesetz.

Wir fahren zurück durch eine wunderbare Landschaft nach San Galgano. San Galgano ist ein zerfallenes Kloster das vor fast 1000 Jahren von den Zisterziensern gegründet worden ist. Im sechzehnten Jahrhundert wurde das Kloster aus unbekannten Gründen verlassen. Etwa hundert Jahre später fiel dann zunächst der Campanile in sich zusammen und anschliessend auch noch das Kirchendach.

San Galgano

San Galgano

Wir fahren weiter und machen einen weiteren Kaffeehalt. Was mich nebst der Wärme und der hübschen Frauen auch freut an Italien ist die Tatsache, dass es dort auch superfeine, riesige Schalen gibt… Ich fühle mich genau wie im Peppi… Auch der Kaffee kommt fast an Peppi-Standards dran Wink. Ein bisschen weniger schmackhaft. Natürlich! Die Peppi-Schalen sind unübertreffbar!!!

Schalen sind beinahe so fein, wie im Peppi

Schalen sind beinahe so fein, wie im Peppi

Zu Abend essen wir in Siena in der Trattoria la Torre di Alberta Boccini direkt neben dem Campo. Auf dem Campo herrscht reger Betrieb, wegen dem Palio. Der Palio ist ein Pferderennen, welches zweimal im Jahr stattfindet. Es sind tausende von Personen auf dem Platz versammelt und es herrscht ein riesiger Lärm und Geschrei.

Campo in Siena, mit bevorstehendem Training für den Hauptanlass des Palio am 2014-07-02

Campo in Siena, mit bevorstehendem Training für den Hauptanlass des Palio am 2014-07-02

Mittwoch, 2014-07-02

Gemäss Auskunft der Leute an der Rezeption im Hotel hätte heute Markt sein müssen. Infolge Pferderennen hat er aber ausgerechnet heute nicht stattgefunden. Maa war natürlich enttäuscht. Maa ist dann aber doch noch mitgekommen um weitere Sehenswürdigkeiten in Siena anzuschauen. Zu den Sehenswürdigkeiten in Siena zählen die Chiesa San Domenico, in welcher Reliquien der Heiligen Katharina zu sehen sind.

Anschliessend besuchen wir noch die Casa Katharina und fahren nachher mit der Rolltreppe hoch in die Nähe des Domplatzes. Dort besuchen wir zunächst das Dommuseum und steigen auf das Dach des Museums, wo man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt Siena geniessen kann.

Blick auf die Altstadt von Siena mit dem Torre del Mangia

Blick auf die Altstadt von Siena mit dem Torre del Mangia

Nachher schauen wir uns auch noch das Innere des Domes an, der ausserordentlich reich an Kunstschätzen ist. Wegen des Palio konnten wir den Torre del Mangia auf dem Campo nicht besteigen.

Gegen Abend unternehmen wir noch eine kleine Ausfahrt ausserhalb der Stadt Siena und zwar nach Monteriggioni. Dies ist ein kleiner Ort vollständig umgeben von einer Stadtmauer. Die Länge der Stadtmauer ist nur 550 Meter. Monteriggioni ist aus diesem Grund ein sehr lieblicher Ort. Auch kleine Orte mussten bewacht werden, denn Monteriggioni wurde ehemals von 16 Wachtürmen inklusive Stadtmauer umschlossen. Heute sind noch 11 Türme vorhanden. Die Mauer kann teilweise noch begangen werden.

Monteriggioni

Monteriggioni

Am Donnerstag, 2014-07-03 verlassen wir Siena und fahren mit dem Auto nach San Gimignano. San Gimignano ist die Stadt der Geschlechtertürme. Die Stadt wird auch Manhatten der Toskana genannt. Heute kommt Maa auf ihre Rechnung. In San Gimignano findet nämlich ein Markt statt. Alles gut und recht. Der Markt bereitet jetzt einfach Paa komplexe Schwierigkeiten. Er kann nicht richtig Fotografieren. Sobald ein hübsches Sujet zum Abnehmen gefunden ist, bewegt sich so ein Einheimischer ins Bild. Immer diese Einheimischen. Was fällt denen eigentlich ein? Das echte Problem sind natürlich die vielen Marktstände, die Aufnahmen der prächtigen Gebäude verunmöglichen.

Geschlechtertürme in San Gimignano

Geschlechtertürme in San Gimignano

Am späteren Nachmittag fahren wir weiter nach Lucca. Luca ist bereits unsere letzte Station in der Toskana.

Am Freitag, 2014-07-04 besichtigen wir die Stadt Lucca ausgiebig. Wir führen die Besichtigung vorwiegend zu Fuss durch. Eine Ausnahme bildet das Fahrzeug, welches wir mieten. Maa und Paa rackern sich mit dem Fahrzeug eine Art Velo/Pedalo auf vier Rädern für vier Personen ab.

Pedavelo

Pedavelo

Eigentlich wäre der Plan, dass sich alle vier resp. in unserem Fall drei Personen auf dem Spezialvelo bemühen, es fortzubewegen. Ich fauler Knabe ruhe mich aber aus und geniesse ein wenig die Gegend und lasse die schönen Eindrücke auf mich einwirken. Wir besuchen erneut einige schöne Kirchen. Wir sehen das Wohnhaus des Komponisten Giacomo Puccini. Auf der Piazza Anfiteatro trinken wir einen Aperitif und nehmen unsere letzte Mahlzeit in Lucca in einem ausgezeichneten Restaurant ein.

Piazza Anfiteatro in Lucca

Piazza Anfiteatro in Lucca

Am Samstag, 2014-07-05 fahren wir am Morgen etwa um halb neun Uhr ab und ziehen den ersten Teil der Heimfahrt bis zur Raststätte in Bellinzona durch. Dort legen wir eine kurze Pause ein und dürfen zu guter Letzt auch noch in einem kurzen Stau in Airolo teilnehmen. Um halb drei Uhr treffen wir wieder in Eschenbach ein.

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Gabi mit Cabri

Als ein Cabri bei uns vorfährt, denke ich bereits: “Schnittiges Cabri… Wär jetzt noch was. Ein paar Meilen mit dem Cabri”. Und siehe da… Wer steigt aus dem Cabri aus? Natürlich, richtig geraten: Gabi!

Cabi and meWir starten also mein Geburtstagscabriotrip und fahren Richtung Brünig. Gaby hat einen äusserst spritzigen Fahrstil. Das ist auch nicht weiter verwunderlich mit so vielen Pferden unter der Haube. Leicht das Gaspedal angetippt und das Cabri hat seine 80 Sachen drauf. Wir fahren also gegen den Brünig und schalten am Lungernsee eine kleine, kühle Pause ein.

Gaby and the sea

Die Brünigpasshöhe ist sehr kühl und wir verweilen nicht so lange auf dem Pass. Wir fahren hinten runter und begeben uns ins Freilichtmuseum Ballenberg. Dort geniessen wir ein nicht meinem Diätplan entsprechendes Mittagessen mit fettigen Pommes und einer Bratwurst. Am Mittag ist die Temperatur angenehm warm bis sogar heiss.

Wir bewundern all die originalgetreuen Häuser aus der ganzen Schweiz und machen uns dann auf den Heimweg über den Sustenpass, welcher überigens wirklich kalt ist. Ok, vielleicht auch ein wenig wegen dem Chillingeffect, denn wir haben nachwievor das Dach geöffnet.

Wir fahren durch Wassen über die Axenstrasse nach Brunnen, Gersau, Viznau (gell Dani), Weggis, Küssnacht (gell Paa) und zu guter Letzt wieder @Home. Vielen Dank Gaby. War ein wunderbar schönes Geburtstagsgeschenk.

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Kirchenchorausflug auf die Tellsplatte

Diejenigen aus dem Kirchenchor, welche am Trip teilnehmen, treffen sich nach dem Mittagessen an Fronleichnam beim Treffpunkt in Eschenbach.

Dann gehts von dort weiter mit einigen Privatautos nach Brunnen und dann mit dem Schiff weiter zur Haltestelle Tellsplatte.

Helen and me

Dort steigen wir aus und hören einem Glockenspiel zu und anschliessend hören wir viel interessantes über die Schweizer Geschichte von unserem emeritierten Historiker Frido. Am meisten wundert mich die Tatsache, dass die Schweiz höchstwahrscheinlich gar nicht am 01. August 1291 auf dem Chrütli gegründet worden ist. Das genaue Gründungsdatum kann nicht evaluiert werden, weil in jedem Dokument das gefunden wird, wieder ein anderes Gründungsdatum dokumentiert ist. Ich frage mich jetzt natürlich, auf welches Datum und welche Argumente sich die rechtsextremen Dackel jetzt wohl stützen, wenn der Wilhelm und sein Sohn, der Walti, gar nie existiert haben. Könnte noch recht problematisch werden…

Nach dieser Besichtigung laufen wir zurück nach Sisikon und dann mit dem Zug zurück nach Zug und schlussendlich mit unseren Fahrzeugen wieder nach Hause.

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Rigi-Wanderung

Paa, Hansi und ich nehmen eine frische Rigi-Wanderung in Angriff. Wir fahren mit dem Auto via Weggis auf den Parkplatz Müser und wandern los.

Auf der Wanderung, welche mich viel mehr mitnimmt, als es normalerweise der Fall ist, erlebe ich einige Überraschungen. Da wäre einmal meine Leistungsfähigkeit. Diese ist massiv unter der Norm. Ich bin kurz nach dem Aufstehen so müde, wie vor dem zu Bett gehen am Vortag. Und dies jetzt bereits seit mehreren Wochen. Ich erhole mich aus irgendeinem Grund nicht mehr richtig.

Vielleicht stelle ich mich auch ein wenig zu tollpatschig an:

Nach diesem Spektakel wandern wir weiter. Auf für meine Verhältnisse, doch recht anspruchsvollen Wanderwegen.

Nach ca. 1 Stunde 45 Minuten bis Rigi Kaltbad trennen sich unsere Wege und Paa nimmt den Abstieg zu Fuss in Angriff, während Hansi und ich mit der Zahnradbahn gemütlich sitzend wieder ins Tal hinabfahren.

Schifffahrt nach Wanderung

Im Tal gehts dann weiter mit dem Schiff. Wir tuckern nach Luzern zurück und von dort mit der Bahn nach Eschenbach. Wieder zuhause verwöhnt uns Maa mit einer edlen Pizza.

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Mein Nichtrauchen

Erstaunlicherweise bin ich heute per Zufall seit langem wiedermal auf SmokeFreeProject.org  gewesen. Ich bin fast schon erschrocken, als ich die Zahl der Tage und vor allem das gesparte Geld gesehen habe! Unglaublich…

Rauchfrei

Übrigens: Es ist mir bis jetzt wirklich so ergangen, wie fast alle Nichtraucher prophezeien: Es ist viel einfacher als Raucher glaubt! Bei mir waren die ersten zwei Wochen ein bisschen komplex, wegen der Lust auf die Eine.

Nach zwei Wochen und einem Tag ist die ganze Komplexität wie verschwunden…

Zugegebenermassen habe auch ich es nicht ganz ohne “Hilfsmittel” geschafft den Milestone von 3’000 nichtgerauchten Zigaretten zu schaffen.

Bei mir hat eine ganz einfache Methode dazu geführt, die Finger von den Blubbies zu lassen: Ein Vicks Inhaler Stick heisst bei mir die Lösung! Immer wenn ich in eine brenzlige Situation gekommen bin habe ich mir eine Ladung Vicks raufgezogen  Cool. Vicks hat den Effekt, dass es einerseits den Zigarettenrauch in der Umgebung überdeckt, andererseits angenehm befreiend duftet und zu guter letzt, das Wichtigste für Nichtmehrraucher: einen ganz kleinen halluzinogenen Nebeneffekt aufweist. Dieser macht nicht süchtig (bei mir zumindest nicht)!

Tja. Ich fühle mich super und werde mich auch noch weitere rauchfreie Jahrzehnte super fühlen!

Smokeless Greetings

Mäc

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Jahr: 2014 | 1 Kommentar

Nymph()maniac

Der Beginn ist nichts.

Ich denke mir schon, dass die DVD kaputt ist oder so. Ich rege mich bereits ein wenig auf. Doch dann bemerke ich, dass das zum Film gehört. Mehr als 90 Sekunden nichts. Nach dem Nichts erscheint ein verregneter Hinterhof und die Kamera schwenkt langsam über eine verregnete Strasse bis sie über einer Frau, die blutverschmiert am Boden liegt, stehen bleibt und langsam einen Schacht hinaufzieht.

Dann beginnt plötzlich das Lied: “Führe mich” von Rammstein! Ich falle beinahe vom Sessel vor Schreck!! Nach dem Beginn der Musik erscheint wieder die Frau auf der Strasse liegend. Ein älterer Herr nimmt sich ihrer an und nimmt sie mit zu sich nach Hause.

Dort erholt sie sich langsam und beginnt dem älteren Herrn ihre Geschichte zu erzählen. Ihre Erzählungen sind gespickt mit sexuellen Eskapaden sondergleichen. Nach ihrem ersten Mal, spreizt sie ihre Beine für jeden. Sie wettet sogar mit ihrer Freundin darum, wer in einer Nacht mehr Männer ins Bett kriegt. Der Einsatz beläuft sich jeweils um eine Schachtel Schokoladenstücke.

Immer wieder wechselt der Regisseur geschickt zurück ins Jetzt und lässt den älteren Herrn geschickt Fragen einbauen. Diese Fragen könnten philosophischer nicht sein. Er lässt sogar mathematische Themen, wie die Fibonacci-Folge oder den Goldenen Schnitt in seine Erklärungen einfliessen.

Der Film ist spannend bis zum Schluss. Die letzte Szene spricht für sich. Die Nymphomanin hat verlernt zu lieben!

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