Zentrumsfrage Rev. 01

Ich bin doch das Zentrum! DBE hat meinen Zentrumsstatus anerkannt, indem er mich als eine Null (0) bezeichnet hat. Warum er das getan hat ist irrelevant (resp. habe ich vergessen Cool ). Er macht mir damit natürlich eine riesen Freude. Endlich anerkennt er meinen Zentrumsstatus.

Nun stellt sich natürlich die Frage, warum DBE plötzlich so einen Sinneswandel hat. Das läuft folgendermassen ab: Wir diskutieren ein hochkomplexes, mathematisch, physikalisches Problem. Die Frage lautet: Wo liegt das Zentrum zwischen -∞ und +∞ auf dem zweidimensionalen Zeitstrahl? Wir kommen zum Schluss, dass dieser Punkt exakt die Zahl 0 ist. Mit anderen Worten ZENTRAL, genau in der MITTE des Zeitstrahls!

In diesem Falle bin ich gerne eine Null, lieber Dani, denn Du hebst mich mit dieser Aussage ins Zentrum von allem. Du hast mir heute gerade ganz unbewusst den Zentrumsstatus überlassen! JETZT GEHÖRT ER MIIIIIIIIIIIIIIR!!! Ich bin nicht nur das Zentrum von unserem Universum und allen Extrauniversen sondern eben auch das mathematisch, physikalische Zentrum des Zahlenstrahls.

Lieber DBE! Ich bedanke mich bei Dir für die Statusanerkennung. Du hast mir die schönsten Ostern seit langem beschert. Jetzt muss nur noch unser Auftritt in der Kirche an Ostern klappen und dann ist alles gut.

A propos Osteraufführung:

Messa di Gloria

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2-tägiger Paristrip

Ursina schenkt mir zu meinem Geburtstag eine zweitägige Reise in die Stadt der Liebe.

Die Zugfahrt nach Basel verläuft relativ unspektakulär und ich treffe in Basel zum abgemachten Zeitpunkt auf Ursina. Nun wird die Reise interessant.

Ursina und ich wechseln auf den Abfahrtsbahnhof des TGV und wir reisen innnert 3 Stunden und 3 Minuten nach Paris. Wir verlassen den TGV und gehen zu einem Schliessfach. Auf dem Weg dorthin werde ich von einer Asiatischen Dörrfrüchteverkäuferin angesprochen. Sie macht mir ein Angebot, das sehr verlockend tönt. Ich halte ihr also schön brav einen 20 Euro Schein hin. Sie nimmt ihn und reicht mir die Früchte. Ich schaue sie an und warte auf mein Rückgeld. Sie macht aber nicht die geringsten Anstalten mir nur einen Eurocent zurückzugeben. Ich frage sie: “Où est mon retourargent?” Sie entgegnet: “Quelle retourargent?”. Und da wusste ich: Ich wurde übers Ohr gehauen.

gedörrte Früchte

gedörrte Früchte

Ich rege mich langsam aber sicher ab. Atme ein paar Mal tief durch. Ursina meint dann ein bisschen zynisch: “Ich kann ja nicht riechen, dass Du extrem gigantisch überteuerte Dörrfrüchte kaufen willst oder nicht. Ja, ich kann das ja wirklich nicht! Ich bin ja nicht lebensmüde und kaufe Dörrfrüchte in Frankreich an einem Bahnhofstand. GEHTS EIGENTLICH NOCH?!?” Sie ist spassig… Es mir erneut unter die Nase zu reiben! Als ob ich mich nicht schon genug enerviert hätte… So viel zum Thema Dörrfrüchten…

Ich versuche den Metroplan zu studieren, was sich als extrem Komplex erweist. Zum Glück habe ich ein weiteres Mal Ursina bei mir, die das alles managt:

In der Metro bietet Schöberli erneut einen!! Ich will AUS dem Metrobereich gehen, d. H.: Ich will diesen VERLASSEN und halte mein Billett in den Überprüfer. Frage: Wieso muss der Trottel wissen, ob ich ein Ticket habe wenn ich rausgehen will? Ich lasse das Ticket also schön im Ticket-Leser und begebe mich in den Zwischenbereich. Das Tor schliesst sich hinter mir und vorne bleibt es auch zu… Ich konnte mich also weder nach vorn noch nach hinten bewegen. Nun schimpft Ursina mit mir, weil ich unfähig bin! Zurecht! Ursina geht ein bisschen enerviert zum Fräulein in der Box und teilt ihr mein Dillema mit. Anscheinend hat sie Ursina gefragt, ob sie mich im Zwinger drin lassen soll oder doch lieber rauslassen. Ursina ist dann aber so nett und erlöst mich aus der Zwikmühle. Ursina meint dann noch ein bisschen hochnäsig in meine Richtung: “Es bleibt mir ja keine andere Wahl als Dich rauszulassen!”

Wir sehen uns noch den Eiffelturm von unten an. Es ist wirklich viel zu teuer da raufzugehen.

Danach begeben wir uns mit der Metro in die nähe unseres Hotels und kehren im Bistro “Au Soleil d’Austerlitz” ein.

Hier sehe ich auf der anderen Strassenseite ein Objekt, das mir Konkurrenz machen will:

Aber das Lokal ist ja nur das Zentrum der Welt… Ich bin es ja vom gesamten Universum! So pfui, dieses Thema wollen wir nicht in diesem Bericht weiter erörtern…

Es gibt Avokados mit Crevetten und dann Salat mit Meeresfrüchten. Es ist exquisit. Ursina hilft mir beim erstellen des Blogentrys des ersten Tags in Paris. Dann gehen wir in das Hotel “liebertel” in Austerlitz jardin des plantes, denn es ist Schlafenszeit.

Wir checken am morgen aus, begeben uns zum Bahnhof und wollen unser Gepäck in ein Schliessfach verstauen, damit wir dieses nicht den ganzen Tag mit uns tragen müssen. Das wäre ja im Prinzip keine schlechte Idee. Ich verhalte mich natürlich wieder so tollpatschig und unbeholfen wie es von mir zu erwarten ist. Ich marschiere durch einen Metalldetektor, der bei den Schliessfächern steht. Ich wusste das natürlich nicht und reagiere ein wenig konsterniert, als dieser zu piepsen beginnt. Ich frage mich was das jetzt wieder zu bedeuten hat.

Anmerkung: Ursina kriegt die erste Krise mit mir wieder relativ früh. Nämlich jetzt!!

Der Grund für die Piepserei ist das Geld, Natel und andere metallische Bauteile, die sich noch in meiner Hose und Jacke befinden. Die Frau am Metalldetektor schaut mich mit ganz bösem Blick an und sagt mir irgendwas auf Französisch. Ha kä Ahnig was! Sie tönt auf jeden Fall recht enerviert. Erneut rettet mich Ursina, indem sie das ganze mit der Frau regelt. Ein weiteres Mal bin ich gottenfroh, dass Ursina bei mir ist.

Nach dieser Szene begeben wir uns in ein Bistro und nehmen ein Frühstück zu uns. Bei der Bezahlung passiert etwas merkwürdiges. Es hätte meinen “Naivitätsverlust” den ich bei der Früchteverkäuferin am Vortag gemacht habe um ein vielfaches ausgeglichen. Ich bin aber so ehrlich gewesen und habe es der Angestellten versucht zu erklären. Sie ist ein wenig aufgebraust und Ursina übernimmt souverän und klärt den Sachverhalt. Sie managt das ganze in perfektem Französisch und die Serviceangestellte Gastronomie ist froh, über die Ehrlichkeit Ursinas. Ech ha jo bekanntlicherwiis kä Ahnig…

Anschliessend wollten wir den Katakomben einen Besuch abstatten, haben diese Idee jedoch wieder Verworfen, da zu viele Menschen in der Schlange standen. Wir begeben uns also zur nächsten Metrostation und fahren zum Tour Montparnasse. Der Lift befördert uns innert 38 Sekunden auf eine Höhe von 196 m. Wir geniessen die wunderschöne Aussicht über ganz Paris.

Anschliessend geht die Reise weiter auf den Mont Martre. Es hat sehr viele Touristen da und auch Armbändliverkäufer! Ursina giftet einen davon an, weil er ihr um jeden Preis ein mikriges Armbändeli andrehen will. Er sucht sich bei Ursina aber definitiv die falsche Person aus für sein Projekt. Sie faucht ihn zuerst mit fast lautloser Stimme an und wird dann kontinuierlich Lauter. Er lässt dann bei 82 realen und 298 gefühlten Dezibel langsam von ihr ab und wendet sich dem nächsten Opfer zu.

Zurück im Zentrum trennen sich unsere Wege… Mein Weg führt ins Kaffee und Ursinas in die Buchhandlung. Nach einem weiteren ohne Mitwirken von Dörrfrüchteverkäuferinnen die einen übers Ohr hauen wollen, sehr teueren Kaffee (8 Euronen) ziehen wir weiter ins Quartier Latin. Wir suchen dort ein gemütliches Speiselokal auf und ich geniesse Muscheln und Pommes zum Mittagessen. Ein weiteres Mal fühle ich einen Hauch mediterranes Europa auf mich einwirken. Ausser den Pommes, die hab ich genommen, um meinem Chef zu rapportieren, ob sich eine Reise nach Frankreich lohnt. Ich muss Dich jedoch enttäuschen, lieber Chef, sie sind weit entfernt von den feinen Kantinenpommes! Also lieber Chefchef: Eine Reise nach Frankreich lohnt sich definitiv nicht für Dich. Die Pommes dort haben eine zu schlechte Qualität.

Nach dem Mittagessen spazieren wir der Seine entlang und setzen uns auf eine Mauer die senkrecht in den Fluss runtergeht.

Ich manage dieses Vorhaben einmal mehr mit Bravour. Ursina bekommt beinahe den nächsten Herzinfarkt und meint nur zu mir: “Wenn Du in den Fluss fällst, rette ich Dich garantiert nicht!” Und dann, wie könnte es auch anders sein? Beim aufstehen falle ich tatsächlich fast in die Seine!

Wir setzen unsere Reise fort in den Jardin des Plantes.  Im Garten geniessen wir noch ein bisschen die Sonne, Wärme und die Blumen.

Und dann ist dieser Trip auch schon fast wieder vorbei. Wir begeben uns vom Garten zum Bahnhof Garde de Lyon und dort weiter in den TGV. Wir fahren in rasantem Tempo zurück in die Schweiz nach Basel und von dort steigen wir um in denjenigen nach Interlaken Ost.

Dieser fährt bis Olten wo sich dann die Wege von Ursina und mir trennen. Ich bedanke mich herzlich bei Ursina für den schönen Trip und mache mit ihr ab, dass ich sie bald nach Luzern einladen werde.

Im Zug von Olten nach Luzern treffe ich noch auf eine Gruppe jugendlicher, die sich ein wenig zu angeberisch verhalten. Der eine meint zum anderen: “Ich habe Gestern eine Riesenpizza mit riesen Durchmesser runtergedrückt.” Meint der nächste: “Ich habs gesehen, aber das war nichts! Meine war noch viel grösser die hatte den doppelten Radius von Deiner, voll Crass hey, ich schwöre!!!”

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Jahr: 2014 | 2 Kommentare

Ich hab es nicht geschafft

Ich habe wieder angefangen zu Rauchen. Und das war leider gar nicht so schwer:

Ich nehme an der Kirchenchorprobe teil und wir üben weiter an der “Messa di Gloria” von Giacomo Puccini. Bis hier ist ja alles noch in bester Ordnung. Nachher begeben wir uns wie viele andere Male auch in den Löwen und trinken gemütlich einen kleinen Shoppen.

Alle um mich herum trinken ein alkoholisches Getränk. Nur ich nicht. Ich darf nicht!! Ich hatte ja schliesslich einen Unfall. Und dann darf man nicht mehr trinken. Also sage ich den anderen Sängern, dass ich auf die Toilette muss. Einfach um ein wenig weg zu kommen von der Menge, Weg vom Alkohol…

Ich gehe auf die Toilette und verrichte mein Geschäft. Als ich wieder rauskomme, sehe ich gerade eine Person mit einer Zigi im Mund rausgehen und ich kanns nicht lassen. Ich frage die Person, ob ich auch eine haben könnte. Die Person sagt mir: “Sicherlich, da nimm.” Ich bediene mich also und paffe “genüsslich” meine erste Zigarette in diesem Jahr. Es war so eine mit weissem Filter. Die hasse ich eigentlich, aber was solls? Ich mache es wie früher… Augen zu und durch… Ist doch Wurscht, wie lange ich es jetzt ausgehalten habe. Jetzt muss ich einfach eine haben… Ich greife zu der Zigi und mein Gegenüber streckt mir den Feueranzünder entgegen. Ich ziehe und inhaliere, merke aber gar nichts. Ich ziehe nochmals und inhaliere erneut. Wieder nichts. Das gewohnte Zigi-”Flash” bleibt weg. Ich fra…

Dann wache ich glücklicherweise von diesem schlimmen Albtraum auf. Ich hatte schon lange nicht mehr so schlecht geschlafen und bin richtig verschwitzt aufgewacht. Ich hatte irgendwie auch noch den fahlen, töteligen Geschmack im Mund. Genauso wie damals, als ich noch geraucht habe. Ich stehe auf und rieche, wider besseren Wissens, an meinen Kleidern und bete dafür, dass ich WIRKLICH nur geträumt habe und die Kleidung WIRKLICH nicht nach Rauch stinkt.

Dann die Erlösung… Sie riechen nach Waschmittel und meinem feinen Parfum von Calvin Klein. Eternity Summer…

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Jahr: 2014 | 9 Kommentare

neue Erkenntnis in der Zentrumsfrage

Mein lieber Mitarbeiter DBE hat eine neue Zentrumstheorie erstellt:

Neue Zentrumsheorie von DBE

Neue Zentrumsheorie von DBE

Jetzt taucht natürlich die Frage auf, ob diese neue Theorie Dani wirklich besser gefällt, als die alte Annahme. Dani, Du weisst schon, dass ich so noch viel mehr Macht über Dich besitze? Willst Du Deine Theorie nicht nochmal überdenken? Wenns nach der obigen Illustration geht, bin ich sozusagen omnipräsent. Ich bin überall gleichzeitig.

Halt, time out!

Dani mach weiter. Was kann ich mir mehr wünschen, als über Dich die TOTALE Macht zu haben? Ich kann Dich zu jedem x-beliebigen Zeitpunkt dizzen kommen und weisst Du, was das schönste ist???

Du kannst nichts dagegen tun. Ho, ho, hoooo, I’ve got a DBE-dizzing-licence, ho, ho, hooooo…

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Jahr: 2014 | 1 Kommentar

weiterer Rigi-Trip

Ich stehe für einen Samstag relativ früh auf und begebe mich mit Paa auf eine wundervolle Wanderung auf den Rigi.

Wie viele Male vorher bereits fährt Paa mit dem Auto auf die Seebodenalp und wandert über einen für mich zu komplexen Weg hinauf auf den Rigi-Staffel.

Ich reise mit dem Zug resp. Zahnradbahn auch dorthin und wir treffen uns wie beim letzten Rigi Trip auf dem Staffel praktisch minutengenau.

Rückblende: Es passiert in der Zahnradbahn auf den Staffel!! Ein Gestank steigt in meine Nase auf. Tierisch, animalisch. Ha kä ahnig woher er stammt! Es interessiert mich auch nicht im geringsten. Ich will nur weit, weit weg von dieser mortal riechenden, wirklich üblen Gestanksquelle. Ich zermürbe mir den Kopf. Darüber, wie ich aus dieser auswegslos scheinenden Situation doch noch lebend rausfinde, so intensiv wüst ist er, der Gestank…

Dann endlich: Die Erlösung! Ich darf aus der Zahnradbahn aussteigen und die reine, alpine Bergluft einatmen!

Ich besteige mit Paa den Kulm. Dort sehen und hören wir die alte Tante Ju / Aunt Ju:

Tante Ju - Aunt Ju

Wir bleiben nicht allzu lange dort, weil der Wind doch recht kühl ist (Ok, Dani, für meine Verhältnisse kühl, Du hättest wahrscheinlich überlegt, ob Du bei solchen Temperaturen nicht das T-Shirt ausziehen willst…). Wir verlassen den Kulm und Paa fragt mich, ob ich noch auf den Rotstock mitkomme. Ich sage zu und will mich selbst testen, wie weit kann ich gehen? Wie viel Leistung liegt drin. Ich lege ein horrendes Tempo (@Dani: Wieder für meine Verhältnisse) hin und erreiche den roten Stock mehrere Minuten vor Paa. Ich lechze noch mehrere Minuten nachdem Paa wieder zu mir getroffen ist nach Luft… (@Dani: Nein, ich habe kein Video gemacht davon). Nachdem ich wieder zu Atem gekommen bin, gehts an den Abstieg. Meine Muskeln brennen und ich gehe unsicheren Schrittes runter ins Hotel Rigi Staffelhöhe. Dort nehmen wir ein nicht gerade günstiges, dafür umso vorzüglicheres Mittagessen ein.

Speisekarte

Ich begleite Paa noch runter bis zum Chänzeli, wo sich unsere Wege wieder trennen und Paa zurück auf die Seebodenalp absteigt und ich mit der Zahnradbahn nach Vitznau runterfahre.

Pilatus

Pilatus im Nebelmeer

Unten angekommen steige ich aufs Schiff und unterhalte mich dort mit einer 83 Jahre alten Frau, die ich höchstens auf 63 geschätzt hätte. Wir plaudern über mein Lieblingsthema: Die Zeit, wie vergänglich und genau dadurch kostbar sie ist. Die Zeit ist für mich das wertvollste Gut auf Erden geworden. Ohne die Zeit ist alles andere wertlos. Alles hängt von der Zeit ab.

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Jahr: 2014 | 2 Kommentare

Wüstenblume

Ich schaue mir heute den Film “Wüstenblume” an. Ich habe ein anderes Genre erwartet. Ich hätte mir diesen Film schon viel früher ansehen müssen. Es ist ein Film der die tragischen Erlebnisse der Frauen in Afrika dokumentiert. Ich konnte mir teilweise nicht ansehen, zu was Menschen fähig sind. So viel sinnloser Schmerz, der überhaupt niemand etwas bringt:

Geboren in der Wüste Afrikas, wächst Waris im ständigen Kampf ums tägliche Überleben auf. Als sie mit 13 Jahren zwangsverheiratet werden soll, flieht sie, um dem Willen ihres Vaters zu entkommen. Sie irrt durch die Wüste, bis sie schließlich die somalische Hauptstadt Mogadischu erreicht. Die Familie ihrer Mutter nimmt sie schützend auf und verschafft ihr eine Stellung als Dienstmädchen in der somalischen Botschaft in London, wo sie jahrelang das Haus nicht verlassen darf. Als dieses aufgrund der Kriegswirren in Somalia geräumt wird, flieht Waris erneut. Sie taucht in der Metropole unter, findet in der quirligen Verkäuferin und Lebenskünstlerin Marilyn eine Freundin und Vertraute, lernt englisch und jobbt als Putzfrau in einem Fastfood-Restaurant.

Dort entdeckt der Starfotograf Terence Donaldson sie, und die Designer reißen sich um sie. Jetset und Presse lieben das Nomadenmädchen, das allerdings aufgrund seines abgelaufenen Reisepasses als illegale Einwanderin gilt und erst durch eine Scheinehe zu einer Aufenthaltserlaubnis gelangt, nachdem gefälschte Papiere nicht den gewünschten Erfolg eingebracht hatten.

Waris Dirie wird zu einem der bestbezahlten Models der Welt. Doch bei allem Erfolg belastet Waris das Geheimnis ihrer Kindheit. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere erzählt sie in einem Interview von der grausamen Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung, deren Opfer sie selbst als kleines Mädchen wurde. Die Veröffentlichung löst eine Welle von Mitgefühl und Protest aus und Waris entschließt sich, ihr Leben dem Kampf gegen dieses Ritual zu widmen.

Der Film hat mich aufgewühlt und zum Nachdenken animiert. Vor allem angesichts der Tatsache, dass diese Praktiken auch heute noch vollzogen werden.

Ich bin traurig, bestürzt und wütend zugleich darüber, wie wir Menschen miteinander umgehen. Ich sehe jedoch keine Möglichkeit dem ein Ende zu setzen. Die Welt ist noch kein Garten Eden. Es gibt noch zu viele böse Menschen, die ihre Mitmenschen leiden sehen wollen und ihnen nur das Schlimmste wünschen.

Zum Glück gehört nur ein kleiner Teil der Menschheit dieser Gruppe an. Ich will nicht richten, denn ich werde selber gerichtet…

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Raclette ohne Absicherungsprobleme

Der Kirchenchor trifft sich zum alljährlichen Racletteessen im Schulhaus. Ich bin müde und benötige eine sehr lange Anlaufzeit.

Im Mittelteil des Abends geht die Post so richtig ab. Ich sitze bei der “Jugend” am Tisch. Wir können uns zwar nicht mehr an überbelasteten Leitungsschutzschaltern erfreuen, da wir den Strom jetzt von mehreren verschiedenen Quellen beziehen, nichtsdestotrotz erfreuen wir uns eines schönen, gemütlichen Racletteabend. Der Pfeffer war rar umso weniger unsere lieben Näger. Peti, Trudle, Tschudle und ich, das “Alta Trinita Singers Quartett”, lachen über die Idee des Näger-Konzepts. Es ginge zu weit das im Detail zu erörtern.

Mein Abschluss des Abends gestaltet sich bis auf eine Ausnahme gleich wie er begonnen hat. Es wird gesungen. Das macht mich sehr müde, da ich nicht Mitsingen kann und nur passiv dasitze. Ms. Solice bietet mir eine Gratistaxifahrt nach Hause an.

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