Pegasus bei Sari

Ich schlafe am Freitag Morgen aus und gehe anschliessend mit meinen Brüdern nach Ipsach zu meiner Schwester. Nach dem Einquartieren bei Sari mampfen wir zuerst einmal ein paar Iresistibili. Die sind wirklich unwiderstehlich… Nachher bereite ich meine Nächtigungsstätte (aka Bett) vor.

Wir begeben uns, nach der Stärkung, dem Einquartieren und einem erholsamen Zwischenschläfchen an den etwa 500 Meter entfernt gelegenen Festivalplatz. Als ich die Dimensionen des Areals das erste Mal in seinem vollen Ausmass erblicke, frage ich mich, wieso eine Band mit so hohem Bekanntheitsgrad gerade im 4’000 Seelendorf Ipsach ein Konzert unter doch relativ kleptomanischen Platzverhältnissen abhalten sollte und nicht irgendwo, wo viel mehr Leute Platz haben und entsprechend mehr abgecasht werden kann. Als dann die Band vorgestellt wird, fällt der Groschn: die Bandmitglieder stammen aus Ipsach und Nachbardörfern. Ausser der Keyboardspieler, der redet nicht viel. Der Stammt auch aus Zürich. Vermutlich deshalb.

Die Band besitzt die Gabe alle Zuschauer und -hörer in ihren Bann zu ziehen und mit ihnen abzurocken.

Ich wundere mich, wie gut ich die englischen Texte verstehe. Zum Teil erinnern diese mich an Menschen, welche nicht mehr auf dieser Erde Leben oder an solche, die mir im Moment viel bedeuten. Leider werden auch Erinnerungen an ältere, längst vergessen geglaubte Zeiten wieder wachgerüttelt. Mit diesen Erinnerungen wollte ich mich eigentlich nicht mehr konfrontieren müssen…

Es gibt nebst den ernsten Themen auch viele lustige Dinge die passiert sind. Ein Ereignis welches ich speziell hervorheben will ist meine Suche im Internet nach dem Pissoir für Frauen und das relativ detaillierte Frauenpissoirfunktionalitätsgespräch unter Männern… Vor allem einer checkt es einfach nicht… Und dieser Person musste es mehrmals auf verschiedene Arten und Weisen erklärt, ja fast schon demonstriert werden bis auch er es schnallt. Dann nach gefühlten 30 Minuten Erklärung, was denn jetzt ein “Peeasy” sei, begreifft ER es auch. 

Peeasy

Am Samstag schlafe ich erstmal aus und wir gehen an den Sandstrand in Lüscherz. Ich schwimme so weit hinaus, wie nie zuvor. Bin nachher entsprechend kaputt und benötige den ganzen Nachmittag um mich wieder (an der Sonne liegend) zu erholen und die Wärme in mich aufzunehmen. Nach 5 Minuten bräunen sagt mir meine Schwester, ich solle mich eincremen! Gehört getan! Trotz des SPF 20 bekomme ich eine kleine rötliche Hautnuance, sage mir dann aber, dass ich das am Folgetag nochmals beurteilen werden und es dann wahrscheinlich nicht mehr so schlimm ist. Ich geniesse sie einfach, diese Wärme und freue mich meines Lebens… Die Tage in Ipsach/Lüscherz waren super entspannend und ich möchte mich ganz herzlich bei meinem Göttibueb und Brother Göttibueb bedanken für die schöne Zeit, die ich bei ihrem Mami und Papi verbringen durfte.

Gipfeli holen und die anschliessende Katastrophe

Die morgendliche Zugfahrt ins Geschäft verläuft sehr erfreulich. Ein bisschen wenig Platz. “Isch mir egaaaaaal” denke ich mir. Halt so wie immer… Am Bahnhof Gersag fährt mein Freund in den Zug. Ich denke mir: „Der muss aber auch etwas superdringengendes erledigen, dass der freiwillig in diesen vollgestopften Zug fährt…“ Eigentlich muss er sich ja keine grösseren Sorgen darüber machen. Die Leute geben ja Platz frei… Ich persönlich würde vielleicht nach Möglichkeit eine Stunde später den ÖV nutzen. Muss er selber wissen… Continue reading

Ich seh, Ich seh

Ein Psychothriller sondergleichen. Der Titel des Filmes spricht bei korrekter Interpretation Bände. Bei mir ist zwar erst in den letzten 5 Spielminuten der Groschn gefalln. Ursina, meine Begleitung, hat mir nach der Vorstellung gesagt, sie habe bereits nach den ersten 5 Minuten gewusst was Sache sei. Nun gut WAS GENAU hat Ursina bereits in den ersten 5 Minuten gewusst und ich erst in den Letzten? Warum zwei Mal “Ich seh”? Der Grund ist nach dem Film vollkommen logisch. Dass dies mit solch einer Heftigkeit rübergebracht wird, hätte ich mir niemals vorstellen können. Der Titel tönt so lieblich. An einen Horrorfilm zu denken ist geradezu grotesk. Kaum beginnt der Film werde ich relativ schnell eines Besseren belehrt. Dieser Streifen ist nichts für schwache Nerven.

Ich hab bewusst keine Vorinformationen über den Filmverlauf gelesen oder geschaut. Umso mehr wurde ich von den menschlichen Abgründen und den psychotischen Fehlfunktionen, die in einem Kind hervorgerufen werden können, überrascht. Was mir zusätzlich auffällt, dies jedoch erst nachdem mich Ursina darauf hingewiesen hat, ist das komplette Fehlen der Musik im Film. Keinen einzigen Takt Musik. Nur Geräusche und Sprache. Ein weiteres, gut durchdachtes Element des Regisseurs. Die Zuschauer sind durch das Fehlen von Musik, bis zur letzten Filmsekunde gespannt und niemand wagt es nur ein kleinestes Piepschen von sich zu geben. Nebst einer Zuschauerin, die den Film frühzeitig verlassen musste, weil ihr die Handlung zu heftig wurde, bleiben nach dem Film alle Besucher wie gebannt im Sessel sitzen.

Für mich war es eine super Abwechslung und ich habe mir fest vorgenommen, mich öfter mit Ursina zu treffen. Vielen Dank Ursina für den schönen Kinoabend und bis bald.

Ich seh ich seh

Oberwald

An meinem verlängerten Wochenende gehe ich wiedereinmal nach Oberwald (wie könnte es auch anders sein). So richtig erholen kann ich mich dort allerdings nicht wirklich… Aber das ist eine andere Geschichte und gehört nicht hier her.

Ich fahre also am Donnerstag, 2015-07-09 nach der Arbeit von Luzern via Arth Goldau, Göschenen, Andermatt nach Oberwald. Dort lege ich mich schon bald schlafen und lese noch ein wenig in meinem elektronischen Buch.

Am nächsten Tag geht es bei wunderbarem Wetter in die Pische:

Ich verbringe viel Zeit mit Bücherlesen. Ich lese das Buch “Hitchhiker’s Guide to the Galaxy”. Ich versinke in diese Lektüre und kann mich doch noch ein wenig entspannen und herunterfahren.

Der Tag endet und der nächste beginnt. Er verspricht ein interessanter zu werden. Mein Cousin nimmt mich mit auf eine interessante Reise.

Vorher nehme ich ein Mittagessen im Furka zu mir. Das geht ein wenig in die Hosen… Ich muss am Schluss einen abstressen, damit ich noch rechtzeitig an den nächsten Event komme. Dabei sind die Wochenenden doch eigentlich zum entspannen da und nicht um so viel wie möglich in kürzester Zeit reinzupressen. Wir sind ja schliesslich keine Chinesen. Oder sieht jemand irgendwo auf einem der Photos Schlitzaugen? Ja? Dann bitte sofort melden! Also, wusste ich es doch. Nirgends auch nur den kleinsten Chinesen zu sehen.

Ziehen wir weiter in der Berichterstattung. Mit der DFB (Dampfbahn Furka Bergstrecke) fahre ich anschliessend bis nach Gletsch:

In Gletsch nehmen wir ein Dessert zu uns. Chefchef: Nein, kein Eadbeatöötchen… Anschliessend machen wir doch noch ca. 10 Höhenmeter zu Fuss. Einfach um unsere Gewissen zu beruhigen…

Als wir von der Fahrt zurückkommen, bin ich langsam froh, nach Hause zu kommen. Ich brauche einen Tag, um mich zu entspannen und wieder auf die frische Arbeitswoche vorzubereiten…

 

abnormer Freitag und genormter Samstag

Alex schenkte mir zum Geburtstag eine Autofahrt mit Paa und mir. Er löst diese Fahrt nun bei absolut phänomenalem Wetter ein. Die Reise bleibt zu Beginn der Fahrt noch ein Geheimnis. Ich hab schon die wildesten Spekulationen über unser Ziel gemacht. Bei azurig blauem Himmel und kühlen 28.8 Grad Celsius fahren wir in Richtung Glarus. Wir biegen kurz vor Glarus rechts ab und erreichen den Klöntalersee:

Im Klöntalergebiet machen wir eine Alex- und MME-Konforme Wanderung. Leichte Steigungen und dezentes Gefälle. Ganz gemütlich. Nichts überstürzen… Man muss viel chillen! Zwei gebrechliche Wesen; eine davon chronisch (naaaa Dani, wer ist die chronisch “gebrechliche” Person? Ich hab das “gebrechlich” extra in signa citationis gesetzt, damit alle merken – jaaaa auch Du Dani – dass ich der chronisch lädierte (zumindest im caput (bisch Du kapuuuuutttt in Dei Kopp oda waaaaaaaaas?) bin). Ich merke, dass es langsam aber sicher wieder zuviele Klammern werden und dadurch immer schwerfälliger zu lesen. Ich werde weiterziehen mit meiner Berichterstattung.

Als ich müde werde (jeder darf mal raten, wie lange das in der Regel dauert bei diesem Gelaber? Was laaaaaaaabersch Duuu?) begeben wir uns in eine Alphütte und jeder von uns geniesst eine exquisite Piatti della carne:

Nach der feinen Piatti machen wir uns auf den Rückweg und begegnen noch einigen recht lethargisch wirkenden Schafen:

Am nächsten Tag treffe ich mich mit einem netten Kontakt, den ich beim letzten Fragile Treffen getroffen habe. Wir fahren bei 33.6 Grad Celsius in Luzern los und dampfen über den Vierwaldstättersee.

Die Fahrt ist herrlich und wir amüsieren uns bestens.

Nach der Fahrt trennen sich unsere Wege wieder und ich nehme den kühlen Zug zurück nach Hause.

Maa präsentiert uns einen superfeinen Wurst-Käse-Salat. Nachdem wir diesen genüsslich gegessen haben, kommen wir noch in einen anderen Genuss.

Wir dürfen zuschauen, wie ein Propangasbetriebener Heissluftballonfahrer sein Flugobjekt direkt auf der Wiese vor unserer Nase landet:

Kacke

Ich ziehe durchs weltweite Netz und entdecke folgende Zeichnung. Ich betrachte die zwei Bilder und denke für mich, dass da wiedereinmal jemand keine Hobbys hat. Ich will das Bild bereits wegklicken, da betrachte ich es noch einmal. Dann lese ich den Text nochmal. Es vergehen weitere 3.1415 Sekunden. Meine Leitung ist etwas zu kalt, denn knapp \pi Sekunden für so einen Brüller ist definitiv zu lange:

Kacke am Fell

Da laust mich doch der Affe

Darf dieser Affe das?

Darf er das, weil er nicht weiss, was er macht, oder denkt er: Ich mach das, weil die Menschen eh nur denken, ich mache es, weil die Menschen sowieso meinen wir können nicht denken, sich jedoch irren und somit denken, was macht dieser Affe daaaaaaaaaaaa?

Fragile -> zocken

Ich gehe an den von der Fragile Suisse organisierten Spiel- und Begegnungstag. Wir zocken Bingo was das Zeug hält. Jetzt verstehe ich, warum so viele Bingospieler so angefressen sind und sofort, wenn jemand einen Piep macht halben ausflippen! Da geht alles voll durchstrukturiert und durchgeplant vonstatten. Nicht so bei uns! Wir haben das Gaudi. Wir sind laut. Wir lärmen rum (gell Dani, ich kann das Laugh ) und geniessen einfach nur die Zeit zusammen.

Ich lerne viele neue Menschen kennen, von denen ich möglicherweise den einen oder andern wieder sehen werde.

Bingo

Nach dem Bingo gehen wir nach Draussen an die frische Luft und geniessen das schöne, warme Wetter. Die Temperaturen sind fast so wohlig, wie während dem Vicasi-Trip. Fast!

Anmerkung: Dani, ich will kein Wort darüber hören, wie der MME wieder dasitzt oder dergleichen. Hesch ghöört?

Zum Schluss noch einen letzten Eindruck:

Tag 22 unserer Vicasi-Reise

Am letzten Tag vor dem Heimflug geniesse ich zusammen mit Hansi nochmal eine wohlige Massage. Ihr dürft wieder tippen, ob es sich um eine Thai GoGo Massage oder eine echte Thai Massage gehandelt hat. Erneut muss ich euch daran erinnern, dass ich im Prinzip ein anständiger Mensch bin. Es liegt demnach auf der Hand, dass es keine GoGo war…

Nach der Massage gehe ich nochmal im Meerwasserpool schwimmen. Nach einer letzten Dusche im Hotel ziehen wir uns warm an und machen uns auf den Heimweg in die bitterkalte Tiefkühltruhe namens: “Schweiz”.

Bilder des Tages