Alle Jahre wieder…

…begebe ich mich gemeinsam mit Paa und Georges auf die Königin der Berge. Es ist wirklich erstaunlich… Jedes Jahr etwa um diese Jahreszeit gehen wir auf die Rigi. Das ist schon fast wie Weihnachten.

Wir fahren bis zur Seebodenalp und steigen bei klirrender Kälte aus dem Auto in den Nebel. Ich denke mir schon: Zappristi!! Nebel!!! Dafür muss ich nicht auf die Rigi… Wir wandern in der Kälte weiter und höher und ich höre mich dampfen und röcheln, wie eine uralte Rocket. Dann zweigen meine beiden Begleiter ab und ich nehme den Rest des Aufstiegs alleine in Angriff. In der Höhe legt sich auch der Nebel immer mehr und ich darf eine wunderbare Aussicht geniessen:

Seeblick Wanderung Rigi

Seeblick Wanderung Rigi

Auf dem Kulm angekommen muss ich nur einen kleinen Augenblick warten und die beiden doch schon etwas in die Jahre gekommenen Herren erreichen auch den Gipfel. Ok… Sie haben auch den komplexeren Weg auf sich genommen… Wir gehen ins Bergrestaurant und gönnen uns eine Erfrischung.

Chilliger MME im Rigi Restaurant

Chilliger MME im Rigi Restaurant

À propos frisch: Auf dem Gipfel ist es für meine Verhältnisse (Dani: Ich hab es extra relativiert, weil ich weiss, dass Du ein Immerwarm bist und sowieso am liebsten nur in Unterhose bekleidet auf der Rigi gestanden wärst…) zu kalt!

Nach der Erfrischung begleite ich die zwei Anderen wieder runter zum Staffel und steige dort in die Rigi-Bahn ein. Ich fahre nach Viznau runter und nehme von dort das Schiff nach Luzern und anschliessend glücklich und zufrieden über meine Leistung weiter mit der S9 nach Eschenbach und nach Hause. Dort wartet eine feine Pizza auf uns, die wir natürlich genüsslich verspeisen.

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Fragile-Treffen für junge Hirnverletzte

Ich begebe mich nach Bern ans Treffen für junge Hirnverletzte, welcher in Bern stattfindet. Da ich mich übers Wochenende in Oberwald aufhalte, reise ich über Brig durch den Lötschberg nach Bern. Als ich dort am Hauptbahnhof eintreffe, beginnt eine regelrechte Odyssee durch Bern. Ich suche die Französische Kirche. Kein einfaches Unterfangen. Ich versuche es zuerst mit der Navigation von Google… Jetzt bereue ich, dass ich vor kurzem ein neues Mod auf mein Galaxy Nexus geflasht hab, denn das Navi funktioniert nicht mehr. Ich verbringe noch einige Minuten mit dem Versuch das Cellular respektive das Mod so zu konfigurieren, dass ich das Navi nutzen kann. Ich bin natürlich viel zu nervös wegen dem Zeitdruck und schaffe es einfach nicht… Ich frage also sicherlich 13 Personen (kein Witz) und jede dieser Personen teilt mir mit, dass ich einfach noch ein paar Meter in diese Richtung (hier nehmen die freundlichen Personen Handzeichen und Richtungsweiser zu Hilfe) gehen solle. Gesagt getan. Irgendwann denke ich mir, ich könnte wiedermal jemanden fragen. Gedacht, getan. Ich frage eine weitere (die 14.) mir kompetent erscheinende ältere Frau. Ich stelle ihr die gleiche Frage, wie schon den 13 Personen vor ihr. Sie fragt mich, woher ich denn jetzt komme? Ich zeige ihr mit einer Armbewegung die Richtung an. Dann sagt mir die Frau, dass ich total auf dem falschen Weg sei. Ich müsse in die genau entgegengesetzte Richtung. Also gut denke ich mir, bedanke mich bei der hilfsbereiten Frau und drehe mich um und spaziere wieder ein bisschen und dann… Ich traue meinen Augen kaum, stehe ich vor der Französischen Kirche und die Odyssee findet ein Ende.

Die Veranstaltung beginnt nach einem für mich ein bisschen gekürzten Apèro (ich hab dann im Endeffekt doch noch genug Earbeartöartli gekriegt, keine Angst Hugo, ich hab meinen Anteil einfach ein bisschen schneller gemampft) rechtzeitig um 14:00 Uhr mit einer interessanten Gesprächsrunde, moderiert von Röbi Koller. Betroffene junge Hirnverletzte erhalten als erstes das Wort und meistern ihren Auftritt bravurös. Die Tatsache, dass diese Personen teils wirklich sehr intime Details von ihrem Leben an die anderen Hirnverletzen weitergeben braucht Courage. Sie sprechen über ihre Schicksale und die Probleme, die sie immer und immer wieder im Alltag antreffen.

In der Pause, wie auch nach dem Anlass, spreche ich mit diversen jungen „Gleichbeschicksalten“ und mache mit zwei Personen ab, dass wir uns wiedermal kontaktieren und schreiben werden.

Nach dem Anlass gehe ich noch an ein Bottellonnée mit Bekannten von mir, wo ich auf meine Eltern treffe. Wir betrinken uns ordentlich und essen fürstlich, um dann doch bereits zu relativ später Stunde ins Bett zu gehen und den schönen Tag und all die Eindrücke nochmals in Erinnerung zu rufen.

Am 2014-10-19 legen wir auf der Heimfahrt einen Zwischenhalt im Rhonequellegebiet ein und machen eine kleine Wanderung dort. Wir geniessen wirklich phantastische herbstliche Bedingungen und geniessen die Wärme, die noch immer vorhanden ist in vollen Zügen.

Wanderung Rhonequelle Selfie

Wanderung Rhonequelle: Selfie mit Paa und Maa

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fünfter und sechster Tag Oberwald

Der fünfte Tag ist schnell erzählt: relevant ist eigentlich nur Buch lesen…

Am Sechsten gehe ich, nebst Buch lesen, doch noch mit Paa auf einen kleinen Spaziergang in die Weiten der Pische und via alten Skilift zurück zur Ferienwohnung.

Dort schaue ich passiv die Tagesschau; dies, weil das Thema im Moment sowieso bereits klar ist: Terror in Syrien. 18 Minuten lang! Und zum Schluss, das habe ich gelernt, muss gezwungenermassen noch irgendein schönes Thema her, damit Frau und Herr Schweizerin und Schweizer (man beachte die Reihenfolge der Personalsubstantive und anschliessend folgenden Substantive: ich achte den weiblichen Feminismus; übrigens auch die doppelten Pleonasmen) das ganze Übel der Welt halt doch nur als eine Nebensache ansieht und ohne schlechtes Gewissen ins Bett kann…

Zurück zu meinem sechsten Tag: Das Buch welches ich oben erwähnt habe ist ein spannendes Buch mit dem Titel: “Denn niemand wird Dir glauben”:

Für Emma wird der Alptraum einer jeden Mutter wahr: Beim Einsteigen in die U-Bahn wird sie von ihrem kleinen Sohn Ritchie getrennt. Die Türen schliessen sich und Emma bleibt allein am Bahnsteig zurück.

Wie durch ein Wunder findet sie Ritchie an der nächsten Station wieder, denn eine hilfsbereite Fremde hat sich ihm angenommen. Diese stellt sich als Antonia vor und überredet Emma, auf den Schreck noch etwas trinken zu gehen. Doch als Emma im Cafe Antonia für einen Moment aus den Augen lässt, ist diese verschwunden – und hat Ritchie mitgenommen…

Ich lese es fertig und gehe dann schlafen.

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