Ich stehe für einen Samstag relativ früh auf und begebe mich mit Paa auf eine wundervolle Wanderung auf den Rigi.

Wie viele Male vorher bereits fährt Paa mit dem Auto auf die Seebodenalp und wandert über einen für mich zu komplexen Weg hinauf auf den Rigi-Staffel.

Ich reise mit dem Zug resp. Zahnradbahn auch dorthin und wir treffen uns wie beim letzten Rigi Trip auf dem Staffel praktisch minutengenau.

Rückblende: Es passiert in der Zahnradbahn auf den Staffel!! Ein Gestank steigt in meine Nase auf. Tierisch, animalisch. Ha kä ahnig woher er stammt! Es interessiert mich auch nicht im geringsten. Ich will nur weit, weit weg von dieser mortal riechenden, wirklich üblen Gestanksquelle. Ich zermürbe mir den Kopf. Darüber, wie ich aus dieser auswegslos scheinenden Situation doch noch lebend rausfinde, so intensiv wüst ist er, der Gestank…

Dann endlich: Die Erlösung! Ich darf aus der Zahnradbahn aussteigen und die reine, alpine Bergluft einatmen!

Ich besteige mit Paa den Kulm. Dort sehen und hören wir die alte Tante Ju / Aunt Ju:

Tante Ju - Aunt Ju

Wir bleiben nicht allzu lange dort, weil der Wind doch recht kühl ist (Ok, Dani, für meine Verhältnisse kühl, Du hättest wahrscheinlich überlegt, ob Du bei solchen Temperaturen nicht das T-Shirt ausziehen willst…). Wir verlassen den Kulm und Paa fragt mich, ob ich noch auf den Rotstock mitkomme. Ich sage zu und will mich selbst testen, wie weit kann ich gehen? Wie viel Leistung liegt drin. Ich lege ein horrendes Tempo (@Dani: Wieder für meine Verhältnisse) hin und erreiche den roten Stock mehrere Minuten vor Paa. Ich lechze noch mehrere Minuten nachdem Paa wieder zu mir getroffen ist nach Luft… (@Dani: Nein, ich habe kein Video gemacht davon). Nachdem ich wieder zu Atem gekommen bin, gehts an den Abstieg. Meine Muskeln brennen und ich gehe unsicheren Schrittes runter ins Hotel Rigi Staffelhöhe. Dort nehmen wir ein nicht gerade günstiges, dafür umso vorzüglicheres Mittagessen ein.

Speisekarte

Ich begleite Paa noch runter bis zum Chänzeli, wo sich unsere Wege wieder trennen und Paa zurück auf die Seebodenalp absteigt und ich mit der Zahnradbahn nach Vitznau runterfahre.

Pilatus

Pilatus im Nebelmeer

Unten angekommen steige ich aufs Schiff und unterhalte mich dort mit einer 83 Jahre alten Frau, die ich höchstens auf 63 geschätzt hätte. Wir plaudern über mein Lieblingsthema: Die Zeit, wie vergänglich und genau dadurch kostbar sie ist. Die Zeit ist für mich das wertvollste Gut auf Erden geworden. Ohne die Zeit ist alles andere wertlos. Alles hängt von der Zeit ab.

weiterer Rigi-Trip

2 Gedanken zu „weiterer Rigi-Trip

  • Sonntag, 2014-03-09 um
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    Hi Mac,
    toll, dieser Reisebericht.
    Mach weiter so!!!
    Ich war nach meiner Hirnverletzung auch mal auf der Rigi und hatte schon Angst, auf den steilen Wegen runterzufallen. Auch da war ich stolz auf mich.
    Du kannst es zugeben, dass das eine grossartige Leistung war und du noch weitere Wanderungen machst.
    By the way, ich verschenke oft Zeit an meinen Bruder, der keine Zeit hat. Ist ein gutes Geschenk. Das kann ich dir nur empfehlen.
    Nun wünsche ich dir noch einen schönen Sonntag Nachmittag und grüsse dieh herzlich
    toja

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  • Freitag, 2014-03-28 um
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    Mit Freude stelle ich fest, dass du immer wieder auch die schönen Seiten des Lebens geniesst. Wie sonst soll man erklären, dass du immer wieder in meine Heimat kommst für einen wundervollen Ausflug!!!

    Natürlich übertreibst du im Text etwas, das T-Shirt hätte auch ich nicht ausgezogen. Mit T-Shirt und kurzen Hosen wäre es bestimmt auch für mich angenehm (und ein T-Shirt an mir ist auch für euch angenehm… 😎 ). Aber dass es kein Video gibt von deiner Schnapp-Atmung, das bedaure ich in der Tat sehr!

    Zum Schluss noch: Schöner Bericht, auch wenn die Tante Ju nicht eine violette Ellipse mit rotem Rand ist (sieht man da gar ein UFO???).

    Gruss

    Dani

    Antworten

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