Ich begebe mich nach Bern ans Treffen für junge Hirnverletzte, welcher in Bern stattfindet. Da ich mich übers Wochenende in Oberwald aufhalte, reise ich über Brig durch den Lötschberg nach Bern. Als ich dort am Hauptbahnhof eintreffe, beginnt eine regelrechte Odyssee durch Bern. Ich suche die Französische Kirche. Kein einfaches Unterfangen. Ich versuche es zuerst mit der Navigation von Google… Jetzt bereue ich, dass ich vor kurzem ein neues Mod auf mein Galaxy Nexus geflasht hab, denn das Navi funktioniert nicht mehr. Ich verbringe noch einige Minuten mit dem Versuch das Cellular respektive das Mod so zu konfigurieren, dass ich das Navi nutzen kann. Ich bin natürlich viel zu nervös wegen dem Zeitdruck und schaffe es einfach nicht… Ich frage also sicherlich 13 Personen (kein Witz) und jede dieser Personen teilt mir mit, dass ich einfach noch ein paar Meter in diese Richtung (hier nehmen die freundlichen Personen Handzeichen und Richtungsweiser zu Hilfe) gehen solle. Gesagt getan. Irgendwann denke ich mir, ich könnte wiedermal jemanden fragen. Gedacht, getan. Ich frage eine weitere (die 14.) mir kompetent erscheinende ältere Frau. Ich stelle ihr die gleiche Frage, wie schon den 13 Personen vor ihr. Sie fragt mich, woher ich denn jetzt komme? Ich zeige ihr mit einer Armbewegung die Richtung an. Dann sagt mir die Frau, dass ich total auf dem falschen Weg sei. Ich müsse in die genau entgegengesetzte Richtung. Also gut denke ich mir, bedanke mich bei der hilfsbereiten Frau und drehe mich um und spaziere wieder ein bisschen und dann… Ich traue meinen Augen kaum, stehe ich vor der Französischen Kirche und die Odyssee findet ein Ende.

Die Veranstaltung beginnt nach einem für mich ein bisschen gekürzten Apèro (ich hab dann im Endeffekt doch noch genug Earbeartöartli gekriegt, keine Angst Hugo, ich hab meinen Anteil einfach ein bisschen schneller gemampft) rechtzeitig um 14:00 Uhr mit einer interessanten Gesprächsrunde, moderiert von Röbi Koller. Betroffene junge Hirnverletzte erhalten als erstes das Wort und meistern ihren Auftritt bravurös. Die Tatsache, dass diese Personen teils wirklich sehr intime Details von ihrem Leben an die anderen Hirnverletzen weitergeben braucht Courage. Sie sprechen über ihre Schicksale und die Probleme, die sie immer und immer wieder im Alltag antreffen.

In der Pause, wie auch nach dem Anlass, spreche ich mit diversen jungen „Gleichbeschicksalten“ und mache mit zwei Personen ab, dass wir uns wiedermal kontaktieren und schreiben werden.

Nach dem Anlass gehe ich noch an ein Bottellonnée mit Bekannten von mir, wo ich auf meine Eltern treffe. Wir betrinken uns ordentlich und essen fürstlich, um dann doch bereits zu relativ später Stunde ins Bett zu gehen und den schönen Tag und all die Eindrücke nochmals in Erinnerung zu rufen.

Am 2014-10-19 legen wir auf der Heimfahrt einen Zwischenhalt im Rhonequellegebiet ein und machen eine kleine Wanderung dort. Wir geniessen wirklich phantastische herbstliche Bedingungen und geniessen die Wärme, die noch immer vorhanden ist in vollen Zügen.

Wanderung Rhonequelle Selfie

Wanderung Rhonequelle: Selfie mit Paa und Maa

Fragile-Treffen für junge Hirnverletzte

3 Gedanken zu „Fragile-Treffen für junge Hirnverletzte

  • Sonntag, 2014-10-26 um
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    Hi Mac, wieso hast du mir nicht gemailt, dass du ans Treffen für FJH gehst? Wahrscheinlich wäre ich sogar mitgekommen. -:)))
    Es liebs Grüessli Toja

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  • Montag, 2014-10-27 um
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    Lieber Markus

    Ein sehr toller Beitrag und ein toller Blog, den du da hast! Wir würden uns freuen weiterhin mit dir in Kontakt zu bleiben.

    Gruss Beni (Mitarbeiter von Fragile)

    Antworten
    • Montag, 2014-10-27 um
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      Zusammenzuarbeiten? Inwiefern? Kannst Du mir noch weitere anwesende nennen?

      Greetings
      Mac

      Antworten

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