Endlich ist er da… Der Tag, auf den sich Hugo bereits seit Monaten freut. Hugos Freude wird zwar massiv getrübt, weil das Weihnachtsessen der Abteilung Engineering exakt genau mit dem Jubilarenanlass (5 Jahre MME und 15 Jahre Hugo) zusammenfällt. Hugo hat alle Hebel in Bewegung gesetzt und nichts Unversucht gelassen, um aus beiden Festivitäten den grössten Benefit herauszuziehen.

Dies ist ihm gelungen. Genau aus diesem Grund liebe ich meinen Chef. Er scheut keinen Aufwand und holt aus jeder noch so aussichtslos scheinenden Situation immer das Beste für ihn und seine kompetenten Mitarbeiter heraus. Es sollte einfach nicht allzu viel kosten…

Wir begeben uns für den ersten Teil der Festivitäten zur Shiptec AG und dürfen eine spannende Präsentation zweier Mitarbeiter dieser Firma geniessen. Es gibt keine Frage unserer wissenshungrigen Ingeniere, welche die zwei Fachleute uns nicht beantworten könnten. So dürfen wir einen interessanten und lehrreichen ersten Teil des Abends mit vielen, durchdachten Rückfragen geniessen.

Gemampft haben wir bis zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nichts und einige werden langsam aber sicher stinkig. Das Engineering muss sich vereinzeln. Mein Hugo, ein paar weitere vom Engineering und ich begeben uns zum Jubilarenanlass, während der Rest vom E irgendwo gesondert etwas Mampfen geht.

Wir verschieben uns von der Schiffswerft auf direktem Weg in die schurterinterne Kantine, wo Michael uns mit einem schmackhaften Menu verzaubert und uns in kulinarische Höchststimmung bringt. Für meinen Geschmack ist einzig das Rindsentrecôte noch ein Ideechen zu blutig geraten.

Auch die sportbegeisterten Jubilaren kommen nicht zu kurz. In einem spannenden Töggelikastenturnier der etwas anderen Art duellieren sich die verschiedenen Gruppierungen, welche mehr oder minder zufällig entstanden sind, untereinander.

Töggeliturnier

 

Ein Spiel dauert 5 Minuten, ohne Pause ;-), und mein Team gewinnt das ersten Spiel souverän mit 9 zu 5 Toren. Es ist vermutlich die torreichste Partie des ganzen Abends. Im zweiten Spiel übernimmt mein Team relativ rasch die Führung. Wir können dann unseren Vorsprung leider nicht ausbauen und der Gegner holt auf, bis zum Schlusspfiff. Jetzt steht es 3 zu 3. Das heisst es geht in die Verlängerung und der Sieger wird mittels Golden Goal ermittlet. Immernoch hält sich mein Team wacker und erst nach 2 Minuten fällt ein wirklich schön vorbereitetes Tor unserer Gegner.

Irgendwann ist es so weit und die Jubilaren werden aufgerufen und unser CEO erzählt zu jedem Jubilar eine kleine Story. Die Storys sind sehr treffend und meist witzig formuliert. Als Christian zu meinem Namen gelangt, erhebe ich mich und er dankt mir für meine Mitarbeit im Unternehmen. Bei mir geht er weniger auf meine Tätigkeit im produktiven Sinne als vielmehr meiner Fähigkeiten im zwischenmenschlichen Sinne, wie mein legendäres, schriftstellerisches Tun meines Blog oder einfach weil ich „einfach“ da bin, ein. Vielen Dank lieber Christian für dieses Kompliment. Das spornt mich an wieder ein bisschen mehr zu Bloggen und weiterhin mich selbst zu sein. Nach den Ehrungen töggeln wir noch ein wenig und blödeln rum. Jedes Mal, wenn ein Tor fällt, gibt es ein Getose und alle brüllen wie bekloppt rum. K.I.Z. lässt Grüssen. Ich müsste zwar meine Stimme ein wenig schonen, da ich Morgen an einer Kirchenchorspezialprobe teilnehmen werde, was mir zu dieser Stunde aber so wi übers Müürli gooht.

Um 22:45 Uhr verlasse ich das Festgelände und begebe mich auf den Bahnhof Luzern. Gemeinsam mit einem Mitarbeiter aus der gleichen Gegend nehme ich den Zug ins Seetal. In Eschenbach angekommen rufe ich zuhause an und bitte meine Maa mich abzuholen. Sie tut mir den Gefallen und ich gehe glücklich und zufrieden schlafen.

Weihnachtsessen und Jubilarenanlass

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