Am Freitag, 2017-06-23 fahre ich nach der Arbeit seit langem wiedermal nach Oberwald. Diesmal nehme ich von Beginn an die Route über Bern. Den Grund, weshalb ich freiwillig 48 Minuten länger Zugfahre, ist einfach erklärt. Da ich ein GA besitze, spielt es mir monetär keine Rolle, wenn ich beinahe eine Stunde länger habe. Was mich viel mehr enerviert an der Gotthardstreckenvariante, ist die Umsteigerei… Mindestens drei Mal umsteigen und dann im optimalen Fall noch zu früh aussteigen und dann den Anschlusszug verpassen… Ich nehme an, diese Geschichte ist noch sehr präsent: Odyssee

Ich fahre also über Bern und treffe unterwegs auf eine Gruppe chinesischer Touristen. MME wäre nicht MME, wenn er nicht sein schwer erlerntes Chinesisch zum Besten gäbe:

倪浩“, sage ich zu ihnen. Zuerst vollkommen konsterniert und überrascht blicken sie mich an und antworten mir irgendwas. Ich verstehe nur… Korrekt: “Chinesisch”. Jedenfalls teile ich den Fräuleins mit, was es mit meinem Chinesisch wirklich auf sich hat und auch die Ehemänner (auf diesem Bild nicht ersichtlich, da irrelevant) schauen mich auch nicht mehr so streng an, da sie feststellen, dass ich nur mein Chinesisch ein bisschen auffrischen möchte und nicht wirklich interessiert an ihren Frauen bin:

Chinesinnen und ich

Weiter gehts, nach friedlicher Trennung (in Anbetracht der Tatsache, dass ihre Ehemännern vermutlich Kara-Te, Kung-Fu oder irgendeine eine andere Kampfsportart ausüben) sehe ich es als weisere Variante an, nicht anzubandeln… Sie steigen dann glücklicherweise in Münster aus und ich fahre, nach einer doch recht rührenden Abschiedszeremonie, noch bis ans Ende meiner heutigen Reise: Oberwald.

Dort chillie ich es so richtig. Ich geniesse mein Leben, die Wärme, das feine Essen à là cuisin du Mama, das Nichtstun, einfach mal nichts müssen, alles nur wollen und das über beinahe zwei volle Tage lang.

Auch den letzten Tag meines Trips geniesse ich voll und ganz. Wieder in der Pische immernoch in Max Frisch’s “Homo Faber” vertieft, worüber ich morgen oder so in einem kommenden Beitrag auch noch eine Rezension schreiben werde, vergesse ich erneut die Zeit und wundere mich, als meine Gotte mir zuruft: “Iiiiie, Düüü müüesch cho Kaffffe triiiiche, suschtert magsch de Düü nemme üf der Zogg!!”.

Pische

Nachdem ich mir noch gemütlich einen feinen Kaffee reingezogen habe, muss mich Papa dann doch noch auf den Bahnhof fahren, weil ich den Zug sonst nicht erreichen würde und prompt, wie könnte es auch anders sein, der Faule Ochse (jedenfalls früher) hat wie immer Verspätung…

Der Nachhauseweg  gestaltet sich genau gleich wie der Hinweg, einfach diesmal ohne Chinesinnen und deren Kung-Fu Ehemännern.

Trip nach Oberwald

Ein Gedanke zu „Trip nach Oberwald

  • Mittwoch, 2017-06-28 um
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    spassiger Artikel.
    Auf der Route über Erstfeld-Göschenen-Andermatt hättest Du vielleicht Chinesinnen ohne Ehemänner angetroffen !!

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