Frühmorgens starten wir unseren Trip ins schöne Deutschland. „Wir“ sind mein Gotti Anni, meine Mama, mein Papa und ich. Wir fahren gemütlich bis an die Grenze von Österreich und weiterhin gemütlich durch den Pfändertunnel nach Deutschland. Jetzt wirds schnell! Wir rasen (für meine Verhältnisse zumindest) regelrecht ab in den Norden. Klar, die 170 Sachen würden für viele eher eine gemütliche Spritzfahrt sein. Übertreiben wir nichts und nehmen das Leben ein bisschen chilliger…
Nach Dreidreiviertelstunden (3 ¾) erreichen wir unser erstes Ziel: Mintraching. Es ist ein ruhiges, lauschiges Dörfchen im Norden von München, ne. Nach dem Besuch einer Bekannten von Anni geht die Reise zurück nach München und wir checken dort ins Hotel Best Western Atrium ein. Ich staune nicht schlecht, als ich sehe wie die Münchner das Parkplatzproblem in den Griff bekommen:

Erfrischt und parat zum Weiterziehen, entdecke ich auf dem Weg ein Geschäft. Drei Mal darf SeSe raten, warum ich dieses Geschäft wohl abgelichtet habe:

Mongo

 

Jedenfalls schauen wir uns in München allerlei Sehenswürdigkeiten an. Darunter das Hofbräuhaus, mehrere Kirchen und berühmte Plätze. Eindrücklich sind auch die Menschen und ihre ganz eigene “fesche” Art und Weise. Auch die Musik kommt nicht zu kurz. Praktisch jeden Meter treffen wir auf eine neue Künstlergruppe oder Solisten, die mit ihren Hobbys ein bisschen Extracash verdienen wollen:

Extracash verdienen

Schliesslich suchen wir unter den vielen Lokalen eines indem wir nach unserem Gusto mampfen können. Nach einigem Werweisen entschliessen wir uns für ein gemütliches Beizchen ganz in der Nähe unseres Hotels.
Der Ort heisst Ristorante Galleria und ist im wahrsten Sinne des Wortes: herzlich! So viele Herzchen habe ich noch nie gesehen. Wahrscheinlich war ich noch nie so wirklich richtig verliebt, denn wirklich… Da hat es so viele Herzchen. Wohin man schaut sieht man ein Herz:

Herzensrestaurant

Das Lokal ist auch für Nicht- oder Bereitssehrlangeverliebte ein Geheimtipp. Falls ich irgendwann erneut in München bin… Da werde ich wieder hingehen.

Am nächsten Tag fahren wir nach Rothenburg ob der Tauber. Eine wunderbare, pittoresque, kleine Stadt mit Stadtmauer. Wir schlendern von einem Gebäude zum Nächsten und betrachten die verschiedenartigen, schönen Kunstwerke.
Mein Papa besucht immer alle Türme an einem Ort. Einerseits um die, nach den teils langen Autofahrten, eingeschlafenen Beine wieder aufzuwecken und andererseits, weil sich auf diesen Türmen immer prächtige Aussichten bieten. Auch der Rest der Reisegruppe lässt sich natürlich nicht lumpen und alle steigen auf den 60 Meter hohen Aussichtsturm des Rathauses. Die obersten paar Meter der Besteigung muss eher als kleinerer Klettersteig bezeichnet werden, sind doch die lezten Meter sehr steil, fast wie eine senkrechte Leiter.

Bildergalerie:

 

Am dritten Tage unseres Germanentrips wenden wir uns der Stadt Ulm zu. Also Inulm, Umulm und Umulmherum. Wir setzen den Fokus auf InUlm. Zu Beginn allerdings heisst es noch Umulmherum, denn Paa plant alles sehr akribisch. Vor allem das unplanbare.
Ahhh, endlich kann ich wiedermal einen doppelt invers paradoxen Pleonasmus verwenden ;-).
Jedenfalls meint unser Navi: “Sie haben ihr Ziel erreicht!”.
Papa meint nur: “Huere Siech! Ech fende das Hotel nienet! Etz hani doch extra deheime no das Navi aktualisiert ond etz fendet dää nüüt!”
Tschiiiiills Paa. Du musst das Leben mehr chillen. Unser Hotel liegt ein wenig versetzt verglichen mit dem angegebenen Punkt auf der Karte. Tzzzz… Seit sich die Menschheit blind auf ihre Navis verlässt, häufen sich solche Wutausbrüche in den Fahrzeugen. Möglicherweise habe ich jetzt ein klitzekleines Bisschen übertrieben. Denn um Paa wirklich zu verärgern, braucht es einiges mehr…
Zurück zum Trip.
Jedenfalls begeben wir uns nach dem Check-In im Hotel Ulmer Stuben rasch wieder auf die Pirsch. Nicht nach irgendwelchen Tieren oder feschen Madeln, nein, die Jagd nach den Sehenswürdigkeiten ist erneut offiziell eröffnet.
In Ulm gibt es viel zu entdecken. Speziell erwähnen möchte ich das gewaltige, in gotischem Stil gehaltene Ulmer Münster. Ein gewaltiges Bauwerk. Ein noch gewaltigerer Aufstieg auf den Turm, über 768 Stufen kann man auf die sagenhafte Höhe von 143 m über Boden aufsteigen. Diesen Turm zu besteigen lohnt sich allemal. Aus zweierlei Gründen. Der Erste ist weiter oben beschrieben “jeder Turm wird erklommen” und der Zweite ist die WIRKLICH absolut sensationelle Aussicht über ganz Ulm. Also kommt noch ein weiteres Adjektiv zu den bereits genannten – Überulm:

Turmaussicht Ulm

Wirklich erstaunlich, wie viel Sehenswürdigkeiten auf einer so kleinen Fläche wie die Ulmer Altstadt es ist zu finden sind. Sagenhafte 20 von 22 von Paa als sehenswert taxierte Gebäude oder Plätze werden von uns besucht. Eine 90.90-Periode-prozentige Besuchsquote ist sehr hoch und liegt weit über dem Durchschnitt einer Otto-Normal-Stadtbesuchstour:

Bildergalerie:

 

Nach Ulm (nochmals eine weitere Variation: In-, Um-, Über- und nun auch noch Nachulm) gehts an den letzten Ort unseres schönen Trips. Nach Biberach an der Riss.

Dort schauen wir uns vor allem den prächtigen Marktplatz flankiert von vielen schönen Geschäften an, einige Einkäufe müssen, um unsere Euronen zu verbrauchen, noch getätigt werden.

Zum Schluss noch zwei Sachen:
Man kann es auch übertreiben mit der Suche nach kompromittierender Symbolik:

Lieblingssnack

Die “Meeeeehs?” resp. “MÄÄÄÄÄÄÄÄHÄÄÄÄÄÄÄÄÄCCCCCCCC’s” in blau fallen wahrscheinlich zwei gewissen Person besonders auf:

Besoffene Määähs

Die Heimfahrt gestaltet sich relativ ruhig, da jeder in seine Gedanken versunken ist und einzelne Elemente der Reise nochmals Revue passieren lässt. Allerdings stellen wir fest, dass das Navi nicht von Google mit Daten beliefert wird. Google, weisch Google… Weiss aues ond so. Das Navi zeigt uns eine Autobahn an, welche entweder noch nicht fertiggestellt oder sich im Umbau befindet. Aus diesem Grund müssen wir unsere Weiterfahrt selber erarbeiten. Paa’s Pfadfindergen ist noch immer vorhanden, denn er meistert diese Challenge mit Bravour und wir erhalten gleichzeitig noch einen Benefit: Wir können dadurch in einem urchigen Lokal noch ein letztes Mal echt Deutsche Kost geniessen.
Abschliessend darf ich sagen: Toller Trip ins Germanenland. Können wir jederzeit wiederholen…

Ferien im Germanenland

2 Gedanken zu „Ferien im Germanenland

  • Dienstag, 2017-09-19 um
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    Haha…sehr unterhaltsam:-)
    Vor allem den Navi-Wutausbruch kann ich mir bestens vorstellen..und ja..seit sich die Meinschheit blind aufs Navi verlässt hat es auch schon Autos in Wassergräben, im Meer, in Hausmauern usw. gegeben..
    Zum Glück hat Paa ja noch sein Pfadfindergen:-))
    Ach ja..stelle mir die 99.9 oder wieviel auch immer Besuchsquote als relativ stressig vor?!
    In diesem Sinne..gute Erholung vom Trip.

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  • Freitag, 2017-09-29 um
    Permalink

    Ciao Sarih

    Es war nicht wirklich stressig. Paa hat es chillig genommen, falls wir uns vielleicht mal für eine klitzekleine Alternative zu seinem Plan entschieden haben. Es ist ja oft der Fall, dass genau die unerwarteten, ungeplanten Ereignisse die Interessantesten und Spannendsten sind 😉

    Und es war eine 90.90-quer-prozentige Besuchsquote. Du hast also MASSLOS 😉 übertrieben…
    Hat auf jeden Fall Spass gemacht und war nicht zu stressig, gell, Paa.

    En scheeny Zyyt

    Mac

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