Diesen Beitrag widme ich der neuen Bücherfrau in der Schurter AG. Per Zufall trifft mein Chefchefchefchef nämlich genau während ich mit unserer Marketingfrau am flirten bin auf uns und erzählt ihr von meinen “Superbeiträgen”. Ich bin gerührt, lieber Ralph, danke tuusig. Diese Filmkritik, Fragiletreff-, Konzert-, Kirchengesangs- und Samstagsprobenberichterstattung wäre ohne Sonja (OOOOPS… Kä Näme nenne! MME! Dasch Daaaaateschotz, Daaaateschotz! Etz wössed aui, dass Sonja ond Ralph i de Schurter met em MME zämeschaffed… Etz cha de Pille es Profil öber jede vo üüs erstelle ond Google vergisst imfau nie! Dasch ned guet! Sofort en Aatrag stelle be Google ond om Löschig vo allne kompromittierende Daate bitte ;-)).
Tscholdigong Pille, kommt nicht mehr vor…
Nun zum ersten Traktandum meiner Wochenzusammenfassung, denn in dieser Woche war einiges los und ich werde sie so schnell nicht vergessen:

1. “Hector und die Suche nach dem Glück”… Ein sensationeller Film:
François Lelord legt mit dem Buch: “Hector and the Search for Happiness” den Grundstein für einen der besten Filme, den ich in letzter Zeit gesehen habe. Die Regie für den Film führte Peter Chelsom.
Chelsom nimmt uns mit der Persönlichkeit “Hector” mit auf eine Reise nach der Suche nach echtem Glück. Hector sieht in seiner Tätigkeit als Psychiater keinen wirklichen Lebenssinn mehr, weil er in dieser Funktion den Menschen kein wirkliches, nachhaltig wahres Glück schenken kann. Er macht sich also kurzentschlossen auf eine Weltreise, um sein wahres Glück zu finden.
Er nimmt den Zuschauer auf viele lustige, immer mit dem richtigen Quäntchen Schalk versehenen Lebensfindungsweg mit und präsentiert dem Zuschauer ein 23 Punkte Programm der Glückseligkeitsfindung:

  1. Vergleiche anzustellen ist ein gutes Mittel, sich sein Glück zu vermiesen.
  2. Glück kommt oft überraschend.
  3. Viele Leute sehen ihr Glück nur in der Zukunft.
  4. Viele Leute denken, dass Glück bedeutet, reicher oder mächtiger zu sein.
  5. Manchmal bedeutet Glück, etwas nicht zu begreifen.
  6. Glück, das ist eine gute Wanderung inmitten schöner unbekannter Berge.
  7. Es ist ein Irrtum zu glauben, Glück wäre das Ziel.
  8. Glück ist, mit den Menschen zusammen zu sein, die man liebt.
  9. Glück ist, wenn es der Familie an nichts mangelt.
  10. Glück ist, wenn man eine Beschäftigung hat, die man liebt.
  11. Glück ist, wenn man ein Haus und einen Garten hat.
  12. Glück ist schwieriger in einem Land, das von schlechten Leuten regiert wird.
  13. Glück ist, wenn man spürt, dass man den anderen nützlich ist.
  14. Glück ist, wenn man dafür geliebt wird, wie man eben ist.
  15. Glück ist, wenn man sich rundum lebendig fühlt.
  16. Glück ist, wenn man richtig feiert.
  17. Glück ist, wenn man an das Glück der Leute denkt, die man liebt.
  18. Glück ist, wenn man der Meinung anderer Leute nicht zu viel Gewicht beimisst.
  19. Sonne und Meer sind ein Glück für alle Menschen.
  20. Glück ist eine Sichtweise auf die Dinge.
  21. Rivalität ist ein schlimmes Gift für das Glück.
  22. Frauen achten mehr auf das Glück der anderen als Männer.
  23. Bedeutet Glück, dass man sich um das Glück der anderen kümmert?

Die 23 Punkte werden beispielsweise in einem Nachtclub in Shanghai, oder in einem abgelegenen, ruhigen chinesischen Kloster oder dann mit verschiedenen Hilfestellungen auf Hectors Reise dargestellt.
Zu guter Letzt hilft ihm Professor Coreman, das wahre Glück zu erkennen (nicht nur ein Gefühl macht glücklich, sondern alle Gefühle zusammen).

Mich hat der Film bewegt und erfreut (trotz, oder gerade wegen der Komik die er beinhaltet) und ich kann ihn wärmstens weiterempfehlen.

Als nächstes nehme ich an einem Hirnitreffen der Sektion Bern teil und ich darf eine superschöne Zeit verbringen. Wir plaudern dort über unser Erlebtes und unsere Vorstellungen und Nichtvorstellungen. Michèle leitet die Gruppe extrem gut, mit einer Feinfühligkeit und Hingabe… Einfach phantastisch. Auf meine Hinweise, dass ich mich manchmal ein bisschen einsam und alleingelassen fühle (nicht intrafamiliär, versteht sich… Dort herrscht das Paradies), knallt sie mir das einzig richtige vor den Kopf:

“Nicht primär die Anderen sind schuld an Deiner Situation, sondern Du selbst! Indem Du zu viel von den Anderen erwartest und nichts selber dazu beitragen willst! So wie das jetzt tönt, lieber Markus, bist Du komplett selber schuld an Deiner Misere. Und es liegt einzig und allein an Dir, etwas zu ändern!”
Ich nehme an, wenn Michèle nicht gewusst hätte, dass ich mit Kritik einigermassen umgehen kann, hätte sie mir das nicht so direkt gesagt, DENN DANN HÄTTE SIE GEWUSST, DASS… *%*”%ç+ç”””çç@!!! Nein… Spass beiseite. Ich bin ihr dankbar, dass sie mir diese wertvollen Tipps mit auf den Weg gegeben hat…

Nach dem Treffen rufe ich meinen BroNoBro Hansi an und teile ihm mit, er solle für mich auch noch ein weiteres Ticket für das KKL-Konzert besorgen. Denn schliesslich hat mir Therese diese Tickets nicht mitgegeben, dass nur andere Personen das Konzert hören gehen…
Ich höre Paa im Hintergrund sagen: “Huere Theater! Etz söll är sech doch mou entscheide! Emmer s’Gliiche met dem Lömmel! De weiss är nie was är wott mache ond de entscheidet är sech om ond de füüüf Minute spööter weder s’komplette Gägeteil! Nie en klaari Linie! Huere Theater!”
Hansi entschleunigt wie immer und nimmt massiv Kohle aus dem lodernden Flächenbrand: “Tschiiiiiiiils, Paa, ech fende scho e Löösig!”

Jedenfalls treffe ich mit einigen Minuten Verspätung in Luzern ein. Wahrscheinlich dachte sich der liebe Gott: der Papa von MME braucht therapheutisches Geleit. Mein Zug hat sich nämlich aus komplett nachvollziehbaren Gründen verspätet:

Ein Terrorist (we will build this WOOOOLL! Give every American human being a gun and all the problems will be solved! NOOOOO unarmed people anymore!!!) platziert eine Bombendrohung und legt den ganzen Bahnhof Bern lahm. Dadurch verzögert sich die Abfahrt aus Bern und demzufolge auch die Ankunft in Luzern. Der Einzige der immer noch chillig drauf ist, ist mein Bruder… Bewundernswert, diese Chilligkeit! Einmal mehr stelle ich fest, dass er genau die richtige Entscheidung getroffen hat: Er wird Lehrer…
Jedenfalls drückt mir Hansi in der Eingangshalle zum KKL ein Ticket für das Rising-Stars in die Hand und wünscht mir ein angenehmes Erlebnis. Gaaaanz chillig.
Der Konzertsaal ist gut gefüllt und Hansi hat ganze Arbeit geleistet! Er beschert mir einen phantastischen Platz in der Konzerthalle. Ich darf etwas wunderbares Erleben: Ein kleines Mädchen (13 Jahre alt) bewirkt Grosses. (NEI, SeTaniSe ech meine ne daaas! Huere Grüsu!)

Alma präsentiert uns ein absolut spektakuläres Hörerlebnis. Mit anmutiger und graziöser Leichtigkeit und Leidenschaft verzaubert sie uns mit ihren Eigenkompositionen. Sie lebt ihre Musik. Dies ist unter anderem an ihren Bewegungen zu erkennen, welche taktkonform und stimmig sind. DER HAMMER!! Sie musiziert bereits wie eine grosse, erfahrene Klavierdiva mit jahrzehntelanger Erfahrung:

Alma Deutscher

Bildquelle: Robert Meier, 2018-03-02

Als nächstes tritt Lucienne Renaudin auf die Bühne und präsentiert uns ein Werk von Joseph Haydn: “Konzert für Trompete und Orchester” Absolutes Profiniveau. Dann folgt der Bariton Benjamin Appl. Er präsentiert ein paar Lieder von Franz Schubert. Das ist halt nur bedingt meine Musik und gefällt mir eher weniger. Zum Schluss entführt uns das LSO noch in ein Werk von Franz Schubert, Symphonie Nr. 1 die Schubert auch bereits im Alter von 16 Jahren geschrieben hat.

Bereits ist es Samstag und der Kirchenchor ist gefragt. Am Morgen dürfen wir eine Beerdigungsmesse mitgestalten, welche mir ein bisschen “strange” rüberkommt. Dann steht da vorne eine Frau im Messgewand und beginnt mit der Messe…
Ich habe ja keine Probleme, neue Erfahrungen zu sammeln, dies ist mir jetzt dann doch ein bisschen zu, wie oben genannt: “strange”. Es ist einfach nicht dasselbe, wenn da eine Frau steht… Vielleicht bin ich rückständig oder was weiss ich. Es stimmt für mich einfach nicht so…
Unser Gesang liess sich nicht beirren von dieser Anomalie und die Messe wird wunderschön gesanglich ergänzt.
Am Nachmittag trifft sich der KCE zu einem Probenachmittag für Ostern. Franz Schubert’s Messe Nr. 2 in G-Dur. Ein kurzes Werk, welches den Chor erneut fordert. Viele belebte, rassige Elemente, wie auch unerwartete Pausen lassen diese Messe einmal mehr zu einem absoluten Ohrenschmaus werden.

Es sind alle recht herzlich eingeladen, sich dieses Werk anhören zu kommen:

Datum: 01. April 2018 (kein Witz), 10:30 Uhr in der Pfarrkirche Eschenbach

Sonntag. Der Sonntag ist zum Nichtstun da! Also tun wir nichts. Steht schon in der Bibel… A propos Bibel: Die sonntägliche Messe darf natürlich nicht fehlen. Der Klostergottesdienst ist wie immer absolut ergreifend und spannend. Dies unter anderem wegen der fabelhaften Predigt von Hochwürden Pater Alberich. Vielen Dank dafür…

ereignisreiche Woche KW09

2 Gedanken zu „ereignisreiche Woche KW09

  • Montag, 2018-03-05 um
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    Hei BroNoBro,

    unglaublich, was du da alles erlebst. Gute Charakterisierung von Pa und Hansi, vielleicht ein wenig karikaturistisch. Aber wie immer spassig. Dir nur das Beste !
    PACE+
    BroBro

    Antworten
  • Dienstag, 2018-03-06 um
    Permalink

    Hey mein Hobby Bruder ?

    Auf Deinen Hinweis hin, hab ich mich mal wieder in Deinen Blog geklickt.
    Natürlich nehm ich mir es nicht, auch mal meinen Senf dazu zugeben.
    Deine Beiträge gehen runter wie das Essen von Deiner Maa und sind mit einem Witz gespickt als kämen die Worte aus Paa’s Munde.
    Da spürt man Deine Wurzeln und ich fühle gleich ein wenig “Heimat” bei meiner
    “Fast-Adoptiv-Familie”.
    Nun gut, wie auch Du weisst, sind Kritiker nicht weit, wenn öffentlich geschrieben wird
    Hehehe…
    Am Sonntag 4.3.18 hast Du ein kleines Detail vergessen… Überleg mal… Und MÄ(r)K(st) Du was? Vergessen? – ja MICH 🙂
    Anyway… Das wunderbare Sonntagsmenu welches Maa gezaubert hat. Und persönlicher Empfang an der Haustüre. Und die Weinauslese vom hauseigenen Sommelier war phänomenal.

    Danke für Deine Beiträg – WEITER SO
    ???
    Liäbä Gruäss
    Manzglä
    (Falls es noch nicht klingelt bei Dir, frag doch Hansi, der übersetzt Dir wer Manzglä ist)
    ?

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