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Die Herzöglichen in Zürich laden Mama, Papa und mich zum alljährlichen Raclettemampfen ein. Deutschschweizer oder Schweizerdeutsche und Raclette? Geht das überhaupt? Sehr wohl geht das. Der Beweis wird uns pfannenfertig geliefert:

Deutschschweizer Raclette

Deutschschweizer Raclette

Nachdem ich die erste Einheit Käse auf den Teller geschabt und mal den ersten Heisshunger gestillt hab, nehme ich mir für die kommenden Portionen mehr Zeit und stelle vor dem Dessert fest: “Weniger ist tatsächlich mehr”. Früher hätte ich nach 15 Portionen noch eine 16. beladen. Und dann wäre ich mit Ranz… Halt! Ich hab versprochen, vor meinen Pachus nicht mehr so viele böse Wörter zu nutzen! Heute habe ich mir nach fünf Käse gesagt, dass es jetzt wie gut ist und habe sogar noch ein bisschen Appetit auf mehr. Sehr gut. Denn jetzt gibts noch Dessert. Mjamjam!
Die anderen widmen sich der BüNuTo made by a Walisian und ich geniesse eine Kreation von einer der 3 L’s, bevor wir zum gemütlichen, geselligen Teil des Abends weiterziehen.
A propos 3 L’s…
Erstens sind nur zwei der drei L’s anwesend. Ein kleines Wortspiel zur Auflockerung 😉… Erstens (1) sind nur zwei (2) der drei (3)… Eins, zwei, drei oder 1, 2, 3. Zu viel Erklärung, für zu klare Tatsachen?
A propos Wortspiel…
Eine der L’s beginnt mir urplötzlich eine Frage zu stellen. Zuerst bin ich recht verdaddert und ‘tschegges vou need’
L. versucht es nochmals:
“Was ist rot und riecht manchmal ein wenig streng?”
Ich antworte knapp, da ich noch im Verdauungsmodus bin: “Ergend es Äppeeri wo verfuulet esch oder soo???”
L.: “Eine Klomate!”
Es vergehen 2.7 Sekunden.
Dann verputzt es mich! Zu unerwartet. Zu witzig! Eifach zvöu!
Sie doppelt nach:
“Was ist braun und schwimmt im Meer?”
Antwort: “Ein U-Brot”
Oder: “Was ist orange und trifft man in den Bergen an?”
Antwort: “Ein Wanderinchen”
Weiter: “Wieso nimmt eine Blondine Brot mit auf die Toilette?”
Antwort: “Damit sie die WC-Ente füttern kann”
Oder dann:
“Was ist schwarz und liegt krank am Strand?”
Antwort: “Eine Niesmuschel”
Auch absolut phantastisch!
Oder dann noch einige Weisheiten:
“Ob in der Stadt oder im Wald, überall ist es beschissen kalt” oder “Am Kältesten ist es dort, wo es am Draussesten ist”. Geht alles vollkommen auf und ist für sich gesehen stimmig… Wir haben noch viele spassige Momente.
Im weiteren Verlauf des Abends verfolge ich im Livestream auf dem Cell als neuer Fan der Mannschaft Swiss Central Basket, wie sie gegen BBC Monthey-Chablais übelst auf die Fresse kriegen. Entstand 55 SCB zu 104 BBC Monthey-Chablais. Eine traurige Bilanz! Haben die Luzerner doch im vorherigen Spiel mit nur 2 Differenzpunkten gegen die Basler verloren. Und nun loosen sie traurigst ab. Ich kenne natürlich den wahren Grund für dieses Desaster! Sie konnten nicht auf meinen Support zählen. Keiner der rumbrüllt: “Go, SCB, go, go, goooOOOOOOOOOOOOO”.

Wir dürfen noch ein Dessert à la “L” geniessen. Welche L. hat das Dessert bereitet? Die Jüngste? Oder die Älteste? Oder gar die Mittelalterliche?
Egal. Hauptsache PC.
Die Konsistenz dieser Sauce war ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Obwohl ich ja in beinahe alles neinibeisse.
Nach dem Dessert verweilen wir noch einige Momente und plaudern über dies und jenes.
Glücklich, müde und zufrieden verabschieden wir uns von den Herzogs und es geht nach hause in die warmen Federn.
Neuer Tag neues Glück…
An meinem freien Mittwoch kann ich den schönen Trip zu den Herzöglichen den ganzen Morgen nochmals Revue passieren lassen.
Nachher fahre ich erneut nach Zürich und später weiter nach Bonstetten. Bonstetten? WTF ist das für eine Ortschaft? Und wer zum Teufel wohnt dort?
Sehr richtig! Mein BBHFALT (Best Buddie Hopefully For A Long Time) Fäbu. Gebt ihm eine La Olà. Er holt mich aus meinem Paternoster heraus und unterbricht meine allgemeine Selbstmitleidshabeneinstellung, die ich mir, unbewusst versteht sich, im Verlaufe des Tages angeeignet habe.
Wir gehen noch einkaufen, um anschliessend gemeinsam zu kochen. Der Einkaufstrip gestaltet sich als spassiges Unterfangen. Nach dem Einkaufen und Beginn des Mahlzeitenzubereitens ist auch klar, wer von uns beiden der Profikoch ist:

Beim Erneuten betrachten des Films weiss ich nicht mehr wirklich, wer Schuld daran ist, dass die Speise, so genannt “experimentell” geworden ist.
Es ist einfach zu witzig, uns beiden zuzuhören.
Genau wegen solchen Videos und Exzessen liebe ich solche Spinnereien und vor allem solche Freunde, welche zu allem zu haben sind! Es erfreut mein Gemüt und meine Seele, einfach mit Menschen zusammenzusein, die mich einfach verstehen, ohne dass immer gross Worte fallen müssen.
Wir geniessen auf jeden Fall eine leckere Geschmacksexplosion und ich sehe, dass Fäbu halt schon eine Maschine ist. Mit seiner chilligen Art und Weise lockert er die Stimmung auf. Ich brauche einige Zeit, bis auch ich auftaue und bemerke, was er mir genau kundtun will:
Er will mir eine ganz neue Betrachtungsweise des Lebens mit auf den Weg geben.
Eine Monochrome:

Fäbu Blacknwhite

Fäbu Blacknwhite

Damit haben jetzt sicher die Wenigsten gerechnet! Stimmts?
Jedenfalls schmeckt das Mahl welches wir mampfen sensationell… Trotz Monochromie! Und ein bisschen merkwürdiger Wortwahl.
Schaut euch an, wie unser Abend weiter verläuft… Immernoch wild entschlossen, den Mehrwert der heutigen Technik mit dem Lebenssinn der heutigen Zeit zu verschmelzen…
Wir, respektive ich koche, wie wir geschaffen sind…
Seht selbst:

Jajaaaa… Legendär. Tschuldigung an alle die mich drauf hingewiesen haben, ich solle nicht jeden zweiten Satz das Wort: “legendär” benutzen… Es war jetzt einfach irgendwie wie nötig. Auch die traute Lehrerschaft, die wie nicht einen Satz ohne das “WIE” aussprechen können und sich danach fragen, warum die Schüler jetzt wie die Lehrerschaft so wie nicht mehr wie ernst nehmen können…
Er ist halt einfach sagenhaft (gem. Google ist das ein Synonym für “legendär”)! Der Fäbu!
Ech gheie no öbere! En wiitere coole Buddie!
Merci vöumou liebe Fäbu. Besch en Schatz!
Ich freue mich auf die nächste Session die wir abhalten werden. Hoffentlich wieder bei jemandem zuhause, um eine weitere neue Mahlzeitzubereitung auszuprobieren. Jedenfalls ist das Risotto? Richtig! Legendär:

Risotto à là Fäbu

Risotto à là Fäbu

Mit vollem Magen und vollgetanktem, vor Euphorie strotzendem Lebensmut begebe ich mich auf die Heimreise und werde diese zwei superschönen Tage nicht so schnell vergessen…

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die Herzöglichen und mein neuer Buddie

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