Die Woche in Tagen:

Tag 1

Dieser verläuft noch einigermassen akzeptabel. Ich fahre mit Paa und Maa mit dem Auto nach Oberwald. Dort angekommen richten sich Maa und Paa in der Ferienwohnung ein und ich mich im Ghütt.

Ich habe mein eBook dabei und vertiefe mich in eine spannende Lektüre. Immer wieder lese Ich in dem Buch und die Stunden vergehen.

Es wird Abend und es gehört sich, die Ferienwoche gebührend mit Alkohol einzutränken. Wir tun dies im Hotel Furka.

Die Sonne geht unter und wieder auf.

Tag 2:

Nebst den drei Hauptmahlzeiten lese ich wieder. Ich gehe dazu in die Pische.

Die Sonne geht unter und wieder auf.

Tag 3:

Ich fahre nach Ried-Mörel zu meiner Cousine. Dort verbringe ich einen gemütlichen, für mich zwar fast schon wieder ein bisschen zu chaotischen Tag…

Nichtsdestotrotz: Wir zocken mit der Nintendo Wii um die Wette. Wir singen, spielen Tennis, Golfen, ja sogar einen Boxmatch bestreiten wir. Ich verliere kläglich… Auch auf meinem Spezialgebiet, dem Singen teilt mich Christa und die Kinder ein und die 99 Luftballons werden tatsächlich zu 99 Jagdflugzeugen die Bomben auf mich fallen lassen, so schlecht ist meine Darbietung…

Erneut geht die Sonne unter und wieder auf.

Tag 4:

Paa und ich begeben uns mit dem Zug nach Mörel und weiter nach Ried-Greisch.

Ich labbere die ganze Zeit wirres Zeug (da kommt mir irgendwie ein Video in einem vorherigen Post in den Sinn) und Paa regt sich auf. Tödlich! Weil er ja keine Antwort geben kann, denn er ist eben ein richtiger Mann, der nur eine Sache aufs Mal machen kann. Er sollte sich mal ein Beispiel an seinem Sohn nehmen… Der kann auch zwei Sachen gleichzeitig: wandern und labbern, genau wie eine Frau…

Wir erreichen eine Bank und setzen uns nieder. Wir chillen und essen einen Riegel und erheben uns dann zum Weiterwandern.

Wir kommen an schönen, herbstlich gefärbten Bäumen vorbei und wandern weiter ins Tal:

Wärme, wie im Paradies

Wärme, wie im Paradies

Die Wanderung ist nur bedingt streng. Ich bin trotzdem total verschwitzt. Es läuft mir wie Bäche den Rücken runter. “Das esch wäge Diner Longe! Ech häs scho emmer gset!”…

Erstaunlicherweise sind meine Füsse ausnahmsweise mal warm! Kaum zu glauben, aber wahr… Wir laufen noch neben einem Bergbach vorbei. Das Rauschen des Wassers lässt mich für einen kurzen Moment die Zeit vergessen und bei dieser Wärme wie im Paradies fühlen.

Dann holt mich die Realität jäh ein… Was die Realität in diesem Fall ist lasse ich im Raum stehen.

Ich warte auf den erlösenden Sonnenuntergang.

erste vier Tage Oberwald

2 Gedanken zu „erste vier Tage Oberwald

  • Dienstag, 2014-10-07 um
    Permalink

    Hi,

    da muss ich erst mal überlegen……Ghütt, so was wie eine Hütte ??
    Pische, tja…..Da fällt mir nix zu ein….. 🙂

    LG,
    Kurt

    Antworten
    • Mittwoch, 2014-12-10 um
      Permalink

      Ciao Kurt

      Tut mir leid, dass ich so spät auf Deine Frage antworte.

      Den ersten Teil hast Du richtig erraten… Ein “Ghütt” oder in noch besserem Wallisertitsch (Walliserdeutsch ;-)) gesagt: “Ghett” ist ein Gebäude, welches nicht mehr so auf dem aktuellsten Stand resp. ein wenig vernachlässigt wurde.

      Und die “Pische”… Das ist möglicherweise ein Begriff, welchen sogar viele Walliser nicht kennen.
      Es ist ein grosses Erholungsgebiet in welchem die Natur grösstenteils noch erhalten ist.

      Ich kennen die “Pische” bereits seit meiner Jungend, also seit 29 Jahren und sie ist noch heute ein Erholungsgebiet für jung und alt…

      Falls es Dich mal nach Oberwald im Wallis verschlagen sollte, kann ich Dir einen Besuch in der Pische wärmstens empfehlen. Du kannst einfach einen Einheimischen fragen, wie Du dahin kommst. Die Pische ist oberwaldweit bekannt.

      Vielen Dank übrigens für Dein reges Interesse an meinen Beiträgen.

      Liebe Grüsse

      Markus

      Antworten

Dein Kommentar:

Zurück