Wiedereinmal zieht es meinen Papa und mich in die Berge. Erneut machen wir einen Rigi-Trip. Diesmal ohne Schiff. Aus zwei Gründen, aber dazu später mehr.

Am Morgen bin ich… Jaa, was denkt der aufmerksame Leser? Was ist Mac am Sonntag Morgen? Rischtisch, der Kandidat hat 100 Punkte: Mac ist stinking!

Heute hält sich die Stinkigkeit jedoch noch etwas in Grenzen, keine Ahnung warum. Vielleicht hat es mit der neuen Route die ich nehmen werde zu tun. Doch halt! Ich weiss ja gar nicht, wie mein heutiger Rigitrip aussieht, da ich ja noch nicht mal weiss, wo ich, wann und in welchem Zustand sein werde. Ich heisse übrigens Markus Kant oder Markus Aristoteles oder noch besser Markus Sokrates. Wieso? Ich habe die Gabe, aus einer ganz einfachen Tatsache eine hochkomplexe, nur für philosophisch belesene Menschen verständliche Einführung in das Essay “MME’s Trip auf den Rigi” zu erstellen, welches bis jetzt nichts, ja absolut gar nichts mit dem eigentlichen Blogthema zu tun gehabt hat. Dazu sind nur sehr wenige Menschen fähig und ich habe diese Fähigkeit. Nämlich: Schreibe 170 Wörter in 17 Sätzen und teile den Lesern nichts, absolut gar nichts Neues mit. Ich mache das so geschickt, dass es der Leser erst merkt, wenn er vom Autor (in diesem Fall MME) darüber aufgeklärt wird. Das ist eine Kunst. Es gibt nur wenige, die diese Eigenschaft kompetent beherrschen. Ich gehöre zu diesen Personen die das können. Ich habe die grosse Ehre, euch, liebe Leserinnen und Leser, die Person auf die das alles zurückzuführen ist nun vorzustellen: Es ist kein anderer als mein allerliebster Mitarbeiter Dani. Er hat sich in einem vorherigen Beitrag darüber beschwert (“Date mit Anja”), ich solle die Wörter “Liebe” und “Dani” NIE im gleichen Beitrag erwähnen (oder so ähnlich). Ich muss ihm das mit meiner Liebe sonst morgen bei der Arbeit alles nochmal erklären…

Lassen wir den Dani Dani sein und wenden uns dem Start meines Trips zu.  Es sieht, wie bei allen früheren Rigitrips in der Vergangheit gleich aus. Mit dem Zug via Luzern, Arth-Goldau, Rigi-Bahn bis Rigi-Kulm. Dort treffe ich wie immer auf meinen Papa. Wir geniessen die heute speziell schöne und sichtige Aussicht (ist kein doppelter Pleonasmus, sichtige Aussicht, oder?!?):

Rigitrip Panorama

Der Rigi wimmelt, wie immer an so einem Tag, von primär Chinesen und sonstigen Touristen. Ich sage zu einer hübschen Chinesin: “你好”. Im ersten Moment schaut sie mich ganz konsterniert an, bis sie mein Chinesisch versteht. Entweder ist sie erstaunt oder gerührt. Denn sie beginnt so zu lächeln. So das schüchterne “Was-soll-ich-jetzt-machen-der-hat-mit-mir-chinesisch-gesprochen”-Lächeln.
Nach diesem interkulturellen Austausch, eigentlich eher Austauschversuch, denn er ist ja eigentlich kläglich gescheitert, weil die Chinesin einfach NUR gelächelt hat, lassen wir die Chinesin und andere Touristen stehen und machen uns an den Abstieg. Beim Staffel, wo ich mich früher immer in die Bahn gesetzt habe, sage ich zu Paa:

“Joo, de chömet! Laufemer gad bes zom Auto”
Darauf Paa: “Guet, es gooht öppe 70 Minute.”
Dann ich: “Ech goo doch lieber met de Bahn abe.”
Paa: “To ned schwerig. Noch 10 Minute sends nomeno 60 Minute und de chasch au säge 1 Stond ond 1 esch jo noch Adam Riese einiges weniger als 60!”
Ich: “Du hesch rächt. Los.”
Nach zwei kurz aufeinander folgenden Spitzkehren frage ich: “Wie lang goohts no? Mage nömm!”
Er: “No 40 Minute.”
Ich: “Vorhäär sends no 60 gsi. Du seisch eifach öbbis!”
Er: “Möglich. Niemer weisss!”
Ich denke mir: ‘Ist doch eigentlich noch ganz schön und morgen muss ich nicht ins Training, weil ich so brutalsten Kater (der Muskeln) habe, dass ich meine ich sei 100 Tage hintereinander immer Pumpen gewesen.’
Nach dem Abstieg fahren wir mit dem Wuatüüre (für Dani: das ist Französisch und bedeutet “Auto”) nach Hause.

Zuhause erwartet uns am Abend, wie immer nach unseren Rigi-Trips (jedenfalls einmal weiss ich es noch genau), eine feine Pizza alla Walisiana.

Rigi-Trip

3 Gedanken zu „Rigi-Trip

  • Montag, 2016-07-18 um
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    ? sehr schön, Und, wie isch de muskelkater? chasch no absitze und wieder ufstoh?
    aber schapo (franz. hut ab) für de abstieg..und us eigeter erfahrig bini sicher dass de paa eifach öppis gseid hed!! kuss

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  • Dienstag, 2016-07-19 um
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    🙂 Jo, joo… So schlemm esch es au wider need 😛

    Und vele Dank (Deutsch: beaucoup mercis ?) fört Translation (Deutsch: Öbersetzig)

    Au Dini Aanaahm, dass de Paa eifach öbbis gseid hed, esch vollkomme korrekt.

    🙂

    Tschüss

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  • Dienstag, 2016-07-26 um
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    …denn weiss ich ja jetzt wohär du das hesch, eifach mal öbbis säge!
    Wobi das bi dier de ganz Tag cha gah… 😉

    Palüüü

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