Das Jahr 2025 liegt hinter uns. Zeit für meinen Rückblick.

Im Januar besuche ich mit Moni ein Einkaufscenter, wo sie dem Irrtum ennet dem Teich die Hand schüttelt:

Moni mit Irrtum
Moni mit Irrtum

Wir besuchen noch ein Schauspiel mit dem Titel: “Oma Monika – was war”. Hmmm, das kann nicht meine Moni sein, denn sooo alt ist sie nun auch wieder nicht 🙂. Das Schauspiel geht jedenfalls recht unter die Haut, da sich das Stück mit dem Thema Demenz auseinandersetzt. Eine super Leistung von den Schauspielern. Es gelingt ihnen sehr gut, die Tragik dieser Krankheit mit Humor zu versetzen und wir gehen mit einem lachenden und einem tränenden Auge aus dem Luzerner Theater nach Hause.

Im nächsten Monat zieht es uns ins Tessin. Um einen Tag aus der bewölkten, trüben Zentralschweiz an der Sonne im Tessin zu geniessen. Ganz spontan. Phantastisch diese Aussicht und die strahlende Sonne die wir dort antreffen:

Mer gönd höt is Tessin
Mer gönd höt is Tessin

Es folgen unsere alljährlichen TGWGF (Teneriffa-Geburtstags-Wohlfühl-Genuss-Ferien). Wir  starten diese mit Werni als Chauffeur nach Zürich. Wir fliegen in unser Paradies und treffen nach der Landung auf? Korrekt! Kein Taxi. Wie immer in unseren Ferien behalten wir die Ruhe und siehe da… Das Alternativtaxi macht uns ein klitzekleines bisschen Sorgen, denn Moni wird NICHT angeschnallt 😮! Als wir das H10 erreichen, fühlt es sich sofort vertraut an. Die Menschen dort sind wie immer lieb und das Essen im Tajinaste ein Traum, und wir fallen satt und müde ins Bett.

Die nächsten Tage verlaufen im bewährten Ferienrhythmus: gut schlafen, viel lesen, essen, verdauen, spazieren. 

Und siehe da… Wir entdecken diesmal meinen Artgenossen:

Kusi mit Artgenosse
Kusi mit Artgenosse

Ein erster Ruhetag wird medizinisch (Immodium) abgesichert, kulinarisch leicht italienisch begleitet und mit paradiesischen Meerblicken gekrönt. Ein Ausflug nach Los Cristianos, ein Kampf um den Infinity-Pool-Schlüssel (Spoiler: Anna regelt’s), eiskaltes Badevergnügen und anschliessend Cava an der Bar – inklusive Verwechslung mit einem Hochzeitspaar.

Es folgen weitere entspannte Tage zwischen Laufen, Drinks, pittoresken Buchten und Hotelbuffets. Wir reservieren einen TucTuc und fahren durch eher… sagen wir: ungeeignete Quartiere, wo niemand wirklich stehen bleiben, geschweige denn parkieren will.
Der Coiffeur praktiziert ein spezielles Geschäftsmodell: 15 Euro pro Schnitt mit 10 Euro Anzahlung und temporärem Zwischenverschwinden vom Haardieb. Wir warten, warten und warten. Dann fallen meine Haare dann schliesslich doch noch dem Schafott zum Opfer:

Neue Frisur, gleiches Modell
Neue Frisur, gleiches Modell

Ein Sturm zwingt uns tags darauf im Hotel zu bleiben. Wir lesen und erkunden ein bisschen das Hotelinnenleben. Abends lösen wir einen 40%-Gutschein im italienischen Restaurant ein und werden gnadenlos überfüttert. Vorspeise, Hauptgang, riesige Portionen – wir lassen tatsächlich beide etwas zurück. Ein historischer Moment bei einem Vielalleswildschweinfrass. Vollgefressen geht es ab aufs Zimmer und in die Heia.

Dann heisst es früh aufstehen und die grosse Überfahrt von Teneriffa nach Gran Canaria in Angriff nehmen. Viel Warten mit wenig Geduld. Dann endlich das Schiffchenschiff kommt.

Die Überfahrt klappt ohne Notfallmedikamente, wir erreichen unseren neuen Palast – riesig!! Der erste Tag auf GranCa bringt viele Eindrücke, einen eiskalten Infinity-Pool (der nach dem Rauskommen plötzlich gar nicht mehr sooo kalt ist) und ein Abendessen mit epischem Fleischstück samt Schweinsmoment und schallendem Gelächter.

Es folgen Strandspaziergänge, Sandburgen mit Trinkgeldfassungsbehälter, Lesen an der Poolbar, Apéros, Monis 50. und… HAAALT: Monis 50igster! Dieses Eregnis bedarf natürlich mehr als ein Wort und zwei Ziffern.  Meine Chelene wird 50. Brutal!

Jetzt folgt der grosse Tag: Monis 50. Geburtstag. Nach zähen, fast intergalaktischen Verhandlungen wird unser Lieblingsplatz fürs Abendessen quasi fix reserviert. Danach Dünen von Maspalomas, Pool, Geburi-Apéro mit Aussicht, Erde-dreht-sich-weiter-Gefühl und schliesslich Zugang zum geheimnisvollen warmen Pool dank orangefarbenen Tüchern und Zutrittskarte.

Der Versuch, diesen Pool zu nutzen, endet erst mal in epischem Warten, Inkompetenz, Sonnenschirmdrama und mehreren halben Ewigkeiten, bis Moni endlich im Wasser ist. Danach Buffet-Therapie für meine schlechte Laune – erfolgreich.

Ein weiterer Tag beginnt mit Buffetluxus und einer absurden Brack-Kontolösch-Odyssee, die mich lehrt: manchmal ist Spam einfach Spam. Danach Strand, Ruhe, Lesen. Am nächsten Morgen dann Frühstückschaos deluxe, inklusive Buffet-Rambodame, die mich wegdrückt und trotzdem leer ausgeht. Wir retten uns an Brunos Tisch Nummer 46 und geniessen irgendwann fast gespenstische Ruhe.

Meeresspaziergang, schöne Bilder, Regen, Kakerlakenkontrolle (erfolglos), letzte Leckereien, Erkenntnis: kein Wunder ist hier morgens so viel los – eines der grössten Hotels Europas. Wehmütig geht’s ein letztes Mal ins Bett.

Granca
Granca

Am Abreisetag eine HORROR-Taxifahrt zum Flughafen erleben, Hypersupereiltempo beim Check-in, Rückflug und schliesslich die Erlösung: Werni holt uns in Zürich ab und bringt uns in ruhigem, gemächlichen Tempo nach Hause.

Danke, Schatzallerbestenschätze Mooni. I love you. Ond zom Glöck daf ech no velli wiiteri Äärdomdrähige gniesse zäme met Der, au wenns velech chönnti andersch interpretiert wäärde 😘.

Es folgt mein erster Osterkonzertbesuch vom Kirchenchor von der Zuschauertribüne aus. Auch ein Theaterbesuch mit dem Titel: “Auf Ted! Wenn 6 Zahlen das Leben verändern” sehen wir uns an. Das Stück zeigt sehr gut auf, dass Geld nicht immer glücklich macht und man auch mit wenig zufrieden sein kann.

Wir feiern Mamas Geburtstag mit meiner Mithilfe zum perfekten IC (Indian Cölliiiii).

Auch die legendären Autofahrten mit meinem BFE dürfen natürlich nicht fehlen. Wir essen Burglar, fahren Speedboat und spielen zusammen Schach:

Auch traurige Momente gibts in meinem Leben. Mein Onkel Urs ist im Mai dieses Jahr verstorben. Eine Legende verlässt uns. Wir fahren nach Oberwald und verabschieden uns von ihm.

Es wird Ende Mai und ich begebe mich mit Michi dem Vorleser auf einen Bierpfad, wo wir die verschiedenen lokalen Hopfen- und Malzgetränke degustieren:

Biermann Michi
Biermann Michi

Wir gehen vor unseren nächsten Badeferien zuerst noch Baden. Ein sehr schön inszeniertes Tanzspektakel im Luzerner Theater.

Jetzt gibts wieder wohlverdiente Ferien…

Es geht nach Malta mit der SPV. Mit gut gefüllten Rucksäcken und noch besser gefüllten Mägen geht’s im “falschen” Zug, dafür fast gezwungenermassen in der ersten Klasse, Richtung Flughafen Zürich. Alles läuft reibungslos, wir treffen die Gruppe, sitzen pünktlich im Flieger und landen nach kurzer und entspannter Reise in Malta.

Die SwissTracs tauchen erst in letzter Sekunde auf und sorgen für staunende Blicke beim Sicherheitspersonal, und wir erreichen müde unser Hotel “db Seabank Resort + Spa”. DIe Zimmer sind okay, besitzen jedoch gewaltig Luft nach oben, was die Rollstuhltauglichkeit anbelangt. Egal. Wir widmen uns wie immer den wichtigsten Elementen die wir als erstes Ausführen müssen: essen, schlafen und die Klimaanlage austricksen.

Die nächsten Tage bestehen aus genau dem, wofür wir hier sind: Baden, Sonne tanken, lesen, wieder baden. Pool, Meer, Buffet, wieder Pool. Abends gibts musikalische Grenzerfahrungen, dafür gemütliche Schlummis draussen. Moni vertraut mir inzwischen so sehr, dass ich offiziell zur Rettungsschwimmboje befördert werde – Mitch lässt grüssen:

Rettungsschwimmer Mitch äääh Philipp und Kusi
Rettungsschwimmer Mitch äääh Philipp und Kusi

Wir entwickeln unseren perfekten Hitzetagesrhythmus zwischen Sonnencrème einstreichen, Büchern lesen, Einwassern und Essen.

Wir tauschen mit den Mitreisenden Geschichten aus und geniessen Strand, Bier und Gespräche. Ein nächtlicher Zwischenfall mit einer Ameiseninvasion auf dem Balkon endet mit chemischer Kriegsführung durch den Housekeeper und einem temporären Balkonverbot – okäääyyy.

Weitere Tage bringen Meerbaden mit Schnappatmung, Lachanfälle, einen sehr zeitkritischen Toilettensprint und erfolgreiche Transfers ins Wasser (Anfängerlob!). Ein Ausflug nach Valetta entschädigt für verspätete Busse mit traumhaften Ausblicken. Später geht’s ein letztes Mal mit lokalen Helfern und Meerrollstuhl ins Wasser.

Am letzten Abend noch ein Bierchen und Luftküsschen für Philipp, dann treten wir die Heimreise an. Ruhig, organisiert, viele SwissTracs, staunende Augen und dann Rückflug im Halbschlaf und Landung in der Zürcher Kältekammer.

Velle Dank liebi Mooooni 🤭🤣 für die wunderschöne gemeinsame Zeit.

Im Juli rufen uns die Baslech Tattoos zu sich, welche wir mit Maa und Paa besuchen, die Gewässer des Hallwilersees mit den super zertifizierten Swisstrac Helfern S+S und dem Besuch des Seaside Festivals:

 

Dann folgt für mich eine Premiere. Wir gehen auf eine Kreuzfahrt im Mittelmeer. Der weg führt uns nach Norden, genauer erneut Basel in einem Tschinggenzug, respektive anschliessend weiter nach Frankfurt mit der Deutschen Bahn. WIr gehen auf eine Mittelmeerkreuzfahrt und fahren nach Norden 😮? Wir sind komische Menschen!

In Frankfurt angekommen, beziehen wir unser Hotel MEININGER und schlafen vier Stunden, bevor der frühe Flug nach Barcelona ansteht. Ahhhh, jetzt seh ichs! Das ist der Grund für den Trip in den Norden.

Der Transfer zum Schiff läuft dann nicht so glatt – eine Rollstuhlfahrerin schnappt uns unser Taxi weg, aber nach ein bisschen Warten erreichen wir trotzdem noch rechtzeitig das Schiff. Auf dem “Böötchen” gibt’s erstmal ein Nickerchen. Nachher geht’s ans Buffet – alles läuft wie am Schnürchen.

Am nächsten Tag erreichen wir Mallorca. Nach ein paar Getränken und einer Schweinshaxe (die wir dann doch nicht kaufen), geht’s zurück auf’s Schiff. Das deutsche Restaurant bietet ein gutes SchniPo und Fischstäbchen für die grösseren Kinder an Bord. Abends geniessen wir ein italienisches Dinner und hüpfen anschliessend unter die Dusche. Den nächsten Tag verbringen wir auf See – nichts passiert. Aber das Meerrauschen und all die vielen Farben sorgen für Entspannung.

Montag steht dann Florenz auf dem Plan. Nach einem kurzen Toilettenmoment bummeln wir durch La Spezia und gönnen uns den besten Aperol Spritz aller Zeiten. 

Zurück auf dem Schiff wird’s kurios, als wir auf eine fehlerhafte Getränketafel stossen und das Lift-Abenteuer starten. Der Rest des Tages verläuft entspannt mit Essen und Warten vor dem Lift. Am Abend geht es dann zu einem wunderschönen, unerwarteten Dinner mit einem netten Ehepaar.

Die Tage vergehen wie im Flug. Wir erleben Rom auf unsere Weise – statt hektischem Sightseeing einfach gemütlich durch das Dorf spazieren, Espresso trinken und geniessen.

Anderntags gehts auf die Insel Korsika mit dem wohl farbenprächtigsten Café auf der ganzen Insel:

Blumenpracht in Malta
Blumenpracht in Korsika

Nach einem weiteren Seetag, legen wir wieder in Barça an, nehmen den Flug nach Frankfurt und mit dem Zug inklusive Drama mit der Zug Begleiterin gehts zurück in die Schweiz. In Basel angekommen, lassen wir den Urlaub ruhig ausklingen. Müdigkeit und Glück im Gepäck – eine Kreuzfahrt, die wir bestimmt wiederholen würden!

Nach den Ferien begeben wir uns auf eine spezielle Reise. Wir machen Ende September eine Hirschbrunftsexkursion mit einem geländegängigen Rollstuhl. Moni macht das super:

Hirschbrunftexkursion
Hirschbrunftexkursion

Im Oktober dann wird alles knapp. No Problem für uns. Wir erreichen gerade noch unsere Zugverbindung, stürmen aufs Böötchen, stellen fest, dass wir illegalerweise und von uns unbemerkt natürlich unsere Pressi in der ersten Klasse geordert haben. Runtergeschletzt, aufgestanden und Klassenwechsel vollzogen.

Drei Tage später hänge ich mit meinem BFE ab. Simon sagt er. Es ist kalt und wir essen Royalen Dürüm. Das gibt warm.

Wir schreiben bereits Mitte Oktober und wir ziehen wieder zurück nach Eschenbach. Die Woche verläuft ziemlich normal – Moni wird in Wolhusen abgeholt, Heidi Häppy sorgt für coole Musik, und am Wochenende gibt’s Tortellini und einen Besuch bei Monis Mama. Der Abschluss des Wochenendes: Bei BruBri gibts Wienerli im Teig.

Die darauf folgende Woche bleibt eher unspektakulär, bis wir Monis Stehrollstuhl zum Service bringen, um am Tag der offenen Tür im Blickfeld teilzunehmen. Dann geht’s weiter mit einem Besuch auf dem Pilates, bei dem wir von Marianne begleitet werden, und wir tanken Sonnenenergie:

Aussicht vom Pilates
Aussicht vom Pilates

Im November gibt’s dann noch neue Möbel: neue Stühle für das Esszimmer – mit dem perfekten Look. Die darauffolgende Woche läuft normal, bis es Donnerstag spannend wird. Ich nehme an einem Vortrag über meine Erfahrungen mit der Hirnverletzung in Fribourg teil und komme bei der Lektüre “Gewaltfreie Kommunikation” weiter. Am Freitag folgt eine Schulung der Fragile, bei der wir Konzepte zur besseren Energieverteilung und -nutzung erarbeiten.

Der November endet mit einem Rückblick: Moni und ich hören uns einen politischen Jahresrückblick an, der speziell auf unsere Gegend zugeschnitten ist. Der Vortragende, Veri, versteht es, ernste Themen mit einer humorvollen Note zu versehen.

Dann Ende Monat passiert noch etwas trauriges. Monis Mama Rosa verstirbt leider am 28. November 2025. Mir hat es die Tränen rausgedrückt, als ich von ihrem Tod erfahren habe. Sie war so eine liebevolle, lustige Person mit der man immer lachen konnte.

Magst Du ruhen in Frieden, liebe Rosa und zeige allen, wie man richtig Kaisert (ein Kartenspiel) dort oben im Himmel…

 

Jahresrückblick 2025

2 Gedanken zu „Jahresrückblick 2025

  • Montag, 2026-01-05 um  Uhr
    Permalink

    Lieber Markus
    Dein Jahresrückblick mit den jeweils zum Erlebten passenden Fotos ist sehr interessant zu lesen. Der Tod von Monis Mutter ist sicher sehr schmerzlich für euch. Hoffentlich findet sie im Himmel Jassfreunde und – freundinnen, die das Spiel nicht allzu ernst nehmen. Das braucht es wohl zum “Kaisern”.
    Dir und Moni wünsche ich ein ebenso abwechslungsreiches 2026 wie es das 2025 für euch war. Ihr beide macht das so gut!
    Liebe Grüsse auch von Margrit.
    Otti

    Antworten
  • Sonntag, 2026-01-04 um  Uhr
    Permalink

    Danke herzlichst Markus
    Wie immer spannende Abenteuer. Ich bewundere, wie ihr das alles unter einen Hut bringt! Weiter so!
    Mein herzliches Beileid zum Tod von Mutter Rosa, das sind schwierige Momente.

    Liebe Grüsse

    Alex und Kathy

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert