Mit dem SilberTixi geht es um 08:30 Uhr los an den Flughafen um in die Wärme zu gelangen. Das ist sehr nötig, denn hier in der Zentralschweiz ist es vieeeeeell zu kaaaaalt.

Nach einer ereignislosen Taxifahrt kommen wir pünktlich am Flughafen Zürich an. Dann gelingt uns der Check-in reibungslos.

Ich wette wieder mal gegen die unbesiegbare Moni. Sie schätzt das Gewicht ihres Gepäckstücks mit 19 kg knapp näher als ich mit meinem Tipp: 22.

Ich löse direkt nach dem Gepäckewägen meine Wettschuld ein. Irgendwann MUSS sie verlieren. Neue Wette, neues Glück. Auf der Anzeigetafel fehlt die Temperaturangabe in unserem Paradies. Wie warm ist es wohl in Tene? In Brüssel sind es 2°, Amsterdam: 2°, Palma de Mallorca: 15°. Alle Örter werden angezeigt NUR natürlich unsere Destination nicht 😳.

Dann endlich erscheint die Temperaturanzeige und Pääämmmmmm: 19°.

Ich glaube, das mit dem Wetten lassen wir für den Rest der Ferien besser sein.

Unser Flugzeug hat auch zu kaaaaalt. Wir müssen anstehen vor der Enteisungsanlage und können dann nach knapp zwei Stunden mit der Enteisung beginnen:

Flugzeugenteisung
Flugzeugenteisung

Für den Start kündigt der Pilot eine “vollkommen ungefährliche Art des Boostings von 70% des Standardabflugschubes an.”

Ich überschlage kurz alles je gelernte in meinem Physikunterricht. V = A * t oder so. Ich komme auf was? Viel zu viel Geschwendigkeitszunahme bei viel zu wenig Zeit. Das wird Horror! Vor allem direkt nach der Enteisung! Ned so schlemm, meint Moni ruhig neben mir sitzend. Viel mehr kommt von ihrer Seite ein: “Suppppper! Ech freue mech mega of e Start.”

Dann Küsse ich ein letztes Mal Moni und zerpresse ihre Hand beim Abheben…

Wie immer meint Moni zu mir: “Gaaaaanz Ruhig, es esch alles guet!”

Draussen rattert es 70% lauter ahhhhhhhh nein! Das hat nichts mit der Lautstärke zu tun. Kusi nemm Dech wedermou zäme!

Der Flieger gleitet viel sanfter und geschmeidiger als angenommen in die Lüfte.

Eine gemütliche schläfrig Zeit bricht an. Ab und zu wachen wir auf und essen etwas Leckeres. Es gibt Dörrtomaten und Pastasalat dazu. Den würde sogar Paa mögen!

In Teneriffa aufgesetzt verläuft alles wie am Schnürchen. Das Cheque Out Prozedere, das Warten auf unsere Köffere (unsere sind wiedermal die fast ersten), das Finden unseres Taxis, die kurze Fahrt mit diesem in UNSER Hotel H10, das Anmeldeprozedere und dann die Frage der Receptionist in, ob wir echt Hilfe benötigen, unser Zimmer zu finden?

Moni und ich schauen uns an und wispern uns zu: Üses Zemmer esch wedermou d’Antwort, d’Löösig ond de ganzi Räschte: 42.

Wir beziehen unser Zimmer, richten das Nötigste ein, essen das erste Mal in Teneriffa und legen uns glücklich und zufrieden in die Federn.

 

Heute treffen wir am Nachmittag auf Petra und Manfred, unsere Teneriffafreunde aus der Schweiz. Wir reden über Gott und die Welt und das bereits gekaufte Appartement von ihnen.

Sie haben exakt festgelegte Teneriffazeiten und Schweizerzeiten.

Wir dorfen noch etwas mit ihnen und sie sind so richtig angenehme Zeitgenossen. Wir lösen sie mit der Teneriffawache ab, denn sie fliegen morgen wieder zurück und wir bleiben die nächsten drei Wochen hier. Was die Insel nach unserer Rückkehr ohne uns und Petra und Manfred macht, wissen wir nicht und wollen es uns auch gar nicht vorstellen. Ein superschönes Meerblickbild lässt unsere Herzen höher schlagen. Hier der erste Eindruck des Rests der nächsten 21 Tage:

Erster Eindruck des Rest der nächsten 21 Tage
Erster Eindruck des Rest der nächsten 21 Tage

Wir erholen uns einen kurzen Moment und widmen uns dann das erstes Mal der RICHTIGEN Tajinastedröhnung.

Nachher begeben wir uns aufs Zimmer zurück und ich beginne die Schränke zu durchsuchen, nachdem Moni mir mitgeteilt hat, dass es sie friert. Ich öffne Schrank um Schrank und dann entdecke ich die Lösung:

Do hemmers…

En Bademanttell 👏👏👏

Dann vertätscht es Moni. Sie kann einfach nicht mehr vor Lachen…

Immer noch kalt und hochamüsiert machen wir Abbruch der Übung und in die kühlen Federn.

Es wird Nacht und wieder Tag und…

 

Am morgen des 10. Januar besuchen wir das Morgenbuffet. Zuerst translatieren wir Monis Wunsch nach einer Decke im Gtranslator.

Dann gehts mit einer totalen Selbstsicherheit an die Reception und wir sagen dem Herrn dort:

“¿Podríamos conseguir una manta muy gruesa para dormir?”

Seine Rückfrage: “¿Número de habitación?”

Wir: “42”

Dann er “Nombre?”

Dann schauen wir uns gekreuzelt an und verstehen irgendwie den Erdball nicht mehr.

Ich frage ihn: “Nombre Äh?” zu Moni gewandt: “Etz hemmer doch d’Nommere aaghää? “

Er löst dann ein bisschen konsterniert in englisch auf: “What’s your name?”

Wir: “Ach sooooooo…. Dää wott gar ned üsi Vorwaahl… “

Wir widmen uns unseren Lektüren, nehmen ein Bad im Infinity-Pool ohne jegliche Personen, weil es ein My Kühler war. Ein Peta-My Kühler, denn wir frieren uns nach 21.34 Sekunden den Arsch ab.

Wir gehen beide Duschen, ich mache ein Nickerchen, Moni liest und schon wird es Zeit für die nächste Mahlzeit.

Ich mache noch einen Schnappschuss von dem hübschesten Ding on earth ever:

Hübschestes Ding ever
Hübschestes Ding ever

Dann entdecken wir unsere Amigos von letztem Mal. Juan Jésus und Maria haben uns mit einer herzlichen, liebevollen Umarmung begrüsst.

Nach dem Abendessen begeben wir uns erneut an die Reception. Diesmal um die Finale Decken- und Kaffeekapselanfrage zu platzieren.

Die Decke wird dann prompt geliefert und bei den Kaffees müssen wir nochmals eine Nacht drüber schlafen.

 

Wir wachen auf, ich übrigens wie ein räudiger Kaktus, denn ich habe eine sehr lange Zeit kein Auge zu getan. 😳

Jedenfalls gehen wir ans Morgenbuffet. Ich hab so richtig null bock auf nichts. Einer der seltenen Mörgen (schöns Wort), wo ich nicht wirklich nur ans Essen denke.

Wir verbringen den Rest des Vormittag mit einem Spaziergang entlang des Meeres. Wir möchten einen richtigen Push up Presso. Erhalten tun wir einen eher komisch schmeckenden HP-Saft und einen ASC (Abwaschwasser-Schoggipulver-Cappucchino).

Den Nachmittag verbringen wir bei gefühlten 28° vs. – 2 in der Schweiz. Das ist ein Delta wie mit Fäbu gewettet von 30°. Gefühlt habe ich die Wette wiedermal gewonnen.

Ich denke Fäbu würde langsam aber sicher eiskalte Füsse kriegen, bei diesen HEISSEN Temperaturen.

Es wird Abend und wir besuchen wiedermal das Tajinaste. Langsam aber sicher macht sich der Hunger breit bei mir. Es denkt dort oben nur noch: Essen! ECH WOTT ÄSSE! RED PUURETÜÜTSCH KUSI!

Nun gut…

Wir geniessen ein gediegenes Abendmahl mit einem Tirammissüli zum Dessert:

Tiramissüli
Tiramissüli

Es wird bald Abend, gleich wird es Nacht… Das Wort der Warnung ignorieren wir und legen uns schlafen.

Neuer Tag, neues Aufwachen.

 

Wir besuchen die Stadt Los Christianos und geniessen die Wärme. Währenddessen suchen wir das Appartement von Petra und Manfred, damit wir für unseren nächsten Teneriffabesuch wissen, wo wir sie finden können.

Am Nachmittag gehen wir wieder baden und stellen nach der Rückkehr ins Zimmer fest, dass Monis Zusatzdecke wieder verschwunden ist. Zapristi! Das gefällt Moni gar nicht. Moni ordert postwendend eine neue Decke. Diese wird dann auch relativ zügig, sogar in doppelter Ausführung geliefert. Also Doppelzielerreichung durchgeführt.

Wir geniessen noch einen Cocktail in der Abendsonne.

Anna nimmt uns mit in den Privilegue-Bereich. Dort haben wir einen SUPER Überblick über die ganze Anlage. Sogar mit Sonnenuntergang. Danke vielmals Anna für dieses Privileg 😘:

Sonnenuntergang im Hotel im privilegue Bereich
Sonnenuntergang im Hotel im privilegue Bereich

Sie lädt uns ein morgen nochmals hierherzukommen. Warum? Weil sie es kann…

Wir lassen uns im Tajinaste verwöhnen und schmieden Pläne für eine private Rundfahrt auf der Insel am 15. Januar.

Nach dem erneuten Verwöhntwerdenlassen von Juan Jésus begeben wir uns zurück aufs Zimmer und lauschen mit geschlossenem Fenster der Abendbeschallung, die heute recht lange dauert.

Um 22:13 ist dann fertig und wir legen uns in die Federn und freuen uns auf morgen.

 

Wir schlafen recht lange, bis 08:00 Uhr und dann geht es wiedermal ans… Richtig! Essen. Wir blödeln mit Juan Jésus herum und nehmen zusätzlich nach den Olivos, Cäppern und Kaviären auch noch ein ganz normales Möcklifrühstück, wie im Heimatland zu uns.

Anschliessend begeben wir uns aufs Zimmer und lesen noch etwas in unseren Büchern…

Der Tag vergeht und wir spielen noch ein Schach:

Schachturnier geht an Moni
Schachturnier geht an Moni

Moni siegt ein weiteres Mal grandios gegen mich.

Du bist die hübschestebeste Schachspielerin, die es gibt auf dem Erdball.

Nach dem Königsspiel heisst es erneut essen im Tajinaste.

Heute haben wir also zu morgen gegessen, gelesen, Schach gespielt und wieder Abendgegessen.

Vor dem Abendessen dürfen wir wie gestern versprochen mit Anna nochmals die Aussicht geniessen, wie das eigentlich nur privilegierte Kunden machen dürften:

Privilegierte Gäste mit Holzklassebändeli
Privilegierte Gäste mit Holzklassebändeli

Ich genehmige mir noch ein Suschi-Dessert nach dem Verspeisen der Sushi-Vorspeise und einem leichten Hauptgang mit viel Fett und Muscheln:

Sushi Dessert
Sushi Dessert

Auch mal schön, so viel Nichtstun während den Ferien und Sushi zum Dessert 🤣.

 

Neuer Tag. Gleiches Vorgehen. Am morgen gemütlich aufwachen und am Buffet mit auserlesensten Produkten verwöhnt werden und anschliessend bis in den Nachmittag hinein Bücher lesen.

Dann ist die Temperatur erneut sehr angenehm und wir wagen uns wieder ins Wasser.

Zum Abschluss des Tages lassen wir es uns im heute recht lauten Tajinaste gut gehen. Mittlerweile haben uns glaubs alle Mitarbeiter dort ins Herz geschlossen.

 

Wir machen heute eine Fahrt mit einem Quasieingeborenen Privatchauffer namens Mike über die Insel. Mike kommt ursprünglich aus Belgien und mit ihm haben es die Engländer sehr krass verspielt, denn egal was nicht ganz ins Konzept passt. Es ist ein Engländer schuld.

Nach dem ich Moni mit dem Transfer behilflich war, hievt er den ROLLWAGEN hinten in das Fahrzeug.

Moni und ich sind sehr amüsiert ab diesem Wort. Wir beschliessen, diesen Begriff in der Schweiz weiterleben zu lassen. Rollwagen.

Mike fährt mit uns über die ganze Insel und zeigt uns Orte, die wir als grosse Reisegruppe nie zu Gesicht bekommen hätten. Bei einem Halt am Strand meint Mike zu uns, dass es hier sehr schnell plötzlich sehr hohe Fluten geben kann. Er zeigt uns ein Video, wo das recht eindrücklich dokumentiert wird.

Dann hängt er noch schmunzelnd an:

“Dann müssen wir den Rollwagen in ein Rollschiff umwandeln”

Und lacht wie ein Thorenbub dazu.

Moni kauft noch ein paar Lavasteinarmbänder und Mike fährt uns sicher und etwas enerviert zurück ins H10. Auch er steht nicht gern im Stau…

Hier noch ein paar Eindrücke der Fahrt mit Mike. Danke Dir, Mike für die schönen Momente:

Festessen mit Mike
Festessen mit Mike

Anderntags brauchen wir eine Pause nach der eindrucksvollen Fahrt.

Wir lesen, chillen und essen heute den ganzen Tag. Dann rotieren wir zwischen diesen drei Punkten hin und her. Als zusätzliche Alternativaktivität begeben wir uns in den Pool und kühlen uns etwas ab. Heute spielt das Wetter mal mit. Es herrschen angenehme, valide, warme Temperaturen bei wolkenlosem Himmel.

Neuer Tag und gleiches Programm wie gestern.

Ein bisschen auf der schönen Terrasse Zeit verbringen, der Musik lauschen, baden gehen und essen Essen.

Am Abend besuchen wir die Freddy Mercury Tribute Show mit vielen seiner Hits. Und der neue Freddy performt super. Ich hab nach drei Stücken die Ohrenfrieden reingestöpselt und danach auch mal den ein oder anderen Song mitgebrüllt. So ist es auszuhalten gewesen:

Freddy Mercury tribute show
Freddy Mercury tribute show

Wir trinken noch die Sektflasche, welche Frank und Roswitha (mit th! 🤣) gewonnen haben.

Uns weckt der Wind am Morgen früh. Eine recht zügige Angelegenheit. Wir buchen nochmals eine Fahrt mit Mike, weil uns die erste so super gefallen hat.

Wir fühlen uns beide nicht wirklich topfit. Aus diesem Grund verlassen wir heute das Hotel nur, um unsere wichtigste Sache zu besorgen: Wasser.

Danach begeben wir uns zurück ins Hotel und lesen noch ein wenig in unseren Büchern.

Während dem Lesen treffen wir noch die zwei liebgewonnenen Menschen von gestern. Wir sprechen ein bisschen mehr mit ihnen und erfahren, dass er ein Ergotherapeut ist. Frank zeigt mir völlig unkompliziert ein paar einfache, aber effiziente Übungen, ohne auf viel Gerätschaften angewiesen zu sein. Einfache, kurze Trainingskomponenten, die ich überall und immer anwenden kann.

Nun ist die Zeit gekommen, den ersten Teil unseres Reiseberichts aufzuschalten…

 

Ferien auf unserer Insel – Teil 1

3 Gedanken zu „Ferien auf unserer Insel – Teil 1

  • Dienstag, 2026-01-20 um  Uhr
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    Hei Mek, hei Moni,
    freut mich echt, dass ihr eine gute Zeit verbringt. Geht doch dann auch mal für mich “Eisbaden” ;-), soll gesund sein.
    Euch nur das Beste, bis bald.
    PAX+
    Br. Andreas

    Antworten
    • Dienstag, 2026-01-20 um  Uhr
      Permalink

      Ah, und was ich noch sagen wollte, die Landschaften bei eurem Tripp mit Mike sind ja echt der Hammer. Wusste gar nicht, dass es da so eine Art Lava-/Wüstengebiet gibt. Echt schön…

      Antworten
  • Dienstag, 2026-01-20 um  Uhr
    Permalink

    Ola Kusi
    – “denn wir frieren uns nach 21.34 Sekunden den Arsch ab.”
    – “Zusatzdecken”
    – “Heute spielt das Wetter mal mit.”

    –> Ech ben mer ned sicher öb du die 30° meh – im Fachjargon würd mer säge: 30 Kelvin – gunne hesch. Aber d Fotos mit T-Shirt (emu du) zeiged das ehr doch ziemli warm hend was mich usserordentlich für eu freut!!!

    I welem H10 sinder (s gid Playa, Gran Tinerfe, Costa Adeje Palace, Atlantic Sunset…)? D Schuumparty finded amigs im Gran Tinerfe statt – hoffentli au im Januar…

    Gnüssed eui Ferie no und en liebe Gruess au de de Moni

    Antworten

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