Wir treffen uns mit unseren Lieben aus dem Rüebliland, um eine gemütliche Fahrt über den Vierwaldstättersee nach Vitznau zu machen und dann anschliessend mit der Rigibahn auf den Kulm zu gelangen. So der Plan. 

Wir treffen auf Caro und Michi in Luzern und begeben uns an die Schifflände. Dort besteigen wir das Boot. Also vorkommen tut es uns wie ein Böötchen, denn wir finden keine Sitzplätze mehr:

Stehplätze
Stehplätze

Die Zeit verrinnt und wir erreichen Vitznau. Gefühlt alle Passagiere verlassen das Schiff. Und alle strömen weiter zur Rigibahn.

Die Fahrt nach oben verläuft problemlos und wir steigen nach etwa 30 Minuten auf dem Kulm aus und geniessen die schöne Aussicht:

Impression Rigi
Impression Rigi

Wir setzen uns hin und verspeisen unsere mitgebrachten Sändwittscher und andere Fressalien. Auch der leckere Gipfelmerlottropfen muss erwähnt sein.

Nach der Kräftigung gehts zu Fuss runter bis zum Kaltbad-First. 

Als wir vor den Toren in die Tiefe auf unsere Bahn warten, stellen wir fest… Da chönnt no es Momänttli goh. ALLE wollen genau zu diesem Zeitpunkt auch runter. Und ALLE steigen natürlich bereits an den früheren Stationen ein. 

Wir haben keine Chance uns auch noch dazu zu gesellen. Wir werden von der Zugsbegleiterin entdeckt und mit grossen, ungläubigen Augen betrachtet. Es dauert etwa zwei Sekunden bis sie uns eine Lösung päsentiert. Sie meint zu uns: “I dere Charge brengedmer üüch GANZ secher nömme abe. Doo nämid baar Chaffiguetschiiner ond gönd euch en Chaffi goh hole. Ech luege, dass iehr mettem nögschte Bähnli chönd abefaahre.”

Wir denken uns nun gut… Es läuft nicht immer so, wie wir es möchten. Wir sind doch flexibel und passen uns an. Einfach noch im Restaurant Opus in Luzern kurz Bescheid geben über unsere neue Ankunftszeit. Es läutet… Und läutet… Und läutet… Und l… “Kusi… dooo nemmt niemer ab! Ech probieres de spööter nomou.”, meint Moni.

Da wir unsere nächste Gelegenheit runterzufahren nicht verpassen wollen, trinken wir keinen Kaffee, sondern ein kaltes Getränk.

Anschliessend fahren wir mit der nächsten Bahn runter und wechseln auf das Schiff Richtung Luzern. Was treffen wir wohl an? Korrekt! Erneut ein komplett überfülltes Schiff. 

Wir erkunden uns bei einer Serviceangestellten, ob wir uns wohl in der ersten Klasse hinsetzen dürften?

Ihre Antwort: “Wenn iehr öppis drenkid oder ässid, chönd iehr das scho mache.”

Das lassen wir uns genau einmal sagen, setzen uns hin und bestellen uns alle einen Kaffee in dem wunderschönen Saal. 

Also eigentlich lief das in etwa so ab:

Moni: “Ech hätt gäärn en Espresso.”
Caro: “Ech gärn en Cappucchino”
Michi: “Ech hätt au gäärn en Espresso”
Dann ich: “Ond ech hätti gäärn en Espresso OND es Glas Hahnewasser dezue”

Dann wieder Michi, durch mich inspiriert: “Ou gueti Idee, ech nehme au no es Glas.”
Caro: “Ond ech au, bitte”
Moni: “Au för mech chönd si doch no es Glas Wasser brenge.”

Der Kellner sieht aus, als ob er Würmer bekäme und zieht schnellsmöglich von Dannen. Dem geht vermutlich durch den Kopf: ‘Nicht dass denen jetzt noch einfällt, sie könnten noch vier einzelne Röhrchen oder Serviettchen bestellen…’

Seine Arbeitskollegin bringt uns dann die Bestellung an den Tisch, wir trinken die Kaffees und bezahlen die Rechnung. Als wir beim Verkehrshaus vorbeituckern denken wir langsam ans Vorbereiten für das Schiffverlassen. Wir begeben uns nachher noch ins Opus.

Dort werden wir herzlich in Empfang genommen, verspeisen Rindstartar für Moni und Caro, Michi verdrückt eine Kotelette mit Orzo dazu und ich? Alle fragen mich, ob ich krank bin oder wie oder was?!? Ich nehme tatsächlich nur Mediterrane Spaghetti, welche mir sensationell schmecken! Voll zu empfehlen, dieses Lokal.

Nach dem Essen gehts dann schnell. Sehr zügig begeben wir uns auf unsere Züge und treten die Nachhausewege in verschiedene Richtungen an.

Wiedermal sehr schön wars mit euch allen. Vielen Dank für die angenehme gemeinsame Zeit, die wir verbringen durften.

Toller Herbstausflug auf die Rigi

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