Den Tag beginne ich mit viel Nichtstun. Nach dem Chillaxen braucht es immense Überwindung, mich um 17:15 auf den Weg zu machen, um mein Date mit Seraina abzuhalten. Beinahe habe ich vergessen, dass es nebst dem Chillen auch noch andere Aktivitäten gibt.

Die erste und einzige Katastrophe geschieht natürlich wieder genau direkt zu Beginn meines Trips. Kaum auf dem Bahnhof in Eschenbach angekommen und zwar logischerweise pünktlich wie eine Schweizer Taschenuhr, vernehme ich das allzu bekannte “Jingle”-Geräusch der Bahnhofsdurchsage mit anschliessender, in meinen Ohren fast ein wenig zynisch klingenden Frauenstimme, die uns über die Verspätung “meines” Zuges informiert.
Zapristi! Und ich hab mit S. um Punkt 18:05 auf dem Perron ihres Zuges abgemacht… Ich werweise, ob ich ihr die Verspätung mitteilen oder ob ichs draufankommen lassen soll… Ich entscheide mich für das Informieren. Immer alle Beteiligten mit allen nötigen Infos versorgen. Hab ich irgendwo mal gehört…
Denkste… Hätte ich besser sein lassen… Hat nur wieder neue Missverständnisse generiert und S. kommt aus meinen Massenwassups nicht mehr draus und das ist zugegebenermassen nicht ihre Schuld.
Jedenfalls stehe ich um 18:02 auf Gleis 7 und warte irgendwie ein wenig nervös auf S. Der Zug fährt ein. Eine Lawine von Menschen strömt auf mich zu. Besorgt hoffe ich, dass S. mich in dieser Flut von Leuten nicht übersieht. Nach gefühlten Kilometern Menschen entdecke ich plötzlich ein bekanntes Gesicht…

Wir erzählen einander unsere Erlebnisse und frischen Erinnerungen auf. Ein bisschen kommt Wehmut auf, bei dem Gedanken an die alten, teilweise herausfordernden und dennoch (im Nachhinein betrachtet) immer schönen Stunden die wir in der Vergangenheit gemeinsam verbracht haben.
Während dem Erzählen geniessen wir feinste italienische Kost (S. nimmt Pizza und ich hab Lust auf… Bingo! Der Rater resp. Wisser hat 100 Punkte: Spaghetti Gorrrgonnnzzzola)…

Nach der äusserst delikaten Speise schlendern wir noch ein wenig am See entlang und lassen uns von einem Passanten ablichten:

Seraina Date

Nach unserem Phototermin begeben wir uns als Abschluss ins Café LUZ um uns einen Schlummercafé zu gönnen. Nachher begleite ich Seraina noch auf den Zug nach Pasu und mache mich dann glücklich und zufrieden auf den Nachhauseweg.
Hat grossen Spass gemacht wiedermal die alten Zeiten aufzufrischen und eine liebe Kollegin aus alter bereits vergessener Zeit zu treffen, um ebendiese wieder ein wenig zurück ins Gedächtnis zu holen… Und sei es nur für einen ganz kurzen Augenblick…

Vielen Dank liebe Seraina und bis bald…

Date mit Seraina

4 Kommentare zu „Date mit Seraina

  • Sonntag, 2017-06-18 um  Uhr
    Permalink

    Lieber Markus.
    Die Freude war ganz meinerseits und dem Kommentar von meiner Mutter kann ich nur zustimmen. Du hast einen äusserst angenehmen Schreibstil. Aber nun Schluss mit den Schmeicheleien. 🙂

    Wie versprochen, ergänze ich den Beitrag aus meiner Perspektive. Bevor wir die italienische Kost im Restaurant Basilico eingenommen haben (die Pizza war wirklich ausgezeichnet) und die wichtigsten Fragen geklärt wurden (herzliche Grüsse an die Familie :)), haben wir noch einen kleinen Abstecher zum Fielmann unternommen. Markus war nämlich ohne seine Brillennasenflügel unterwegs und ich weiss aus eigener Erfahrung, wie unangenehm das ist (Nebeninfo: Das Auswechseln der Nasenflügel ist auch für Nicht-Fielmannkunden gratis). Dank Google maps haben wir alle Lokale zielgerichtet gefunden (dass wir den kürzesten Weg genommen haben, versteht sich von selbst) 🙂
    Es wsr wirklich ein wunderschöner Abend und wir können es gerne wiederholen. Liebe Grüsse Seraina

    Antworten
    • Dienstag, 2017-06-27 um  Uhr
      Permalink

      Ciao Seraina

      Vielen Dank noch für Deine, wie immer ehrliche Meinung. Ich dachte bereits: ‘Jetzt ist sie krank, die Seraina… Jetzt kann man ihr nicht mehr helfen!’…
      Da habe ich weitergelesen und festgestellt: Die Seraina ist auch nach 15 Jahren noch fast exakt genau so, wie ich sie von früher her kennen… Ohne Erbarmen wird drauflosgebashed… Genau deshalb hat wahrscheinlich unsere Hassliebe so lange Zeit über bestanden 😉 …

      Vielen Dank übrigens noch für die genaueren Spezifikationen… Die sind genau so wie oben beschrieben rübergekommen…

      Müssen wir unbedingt wiederholen…

      Bis dann und liebe Grüsse

      Mac

      PS: Für die späte Reaktion meinerseits entschuldige ich mich bewusst NICHT, denn dann würden nur wieder unnötige Fragen aufkommen..

      Antworten
  • Sonntag, 2017-06-18 um  Uhr
    Permalink

    Hallo Markus
    Ich bin das Mami von Seraina. Sie gab mir dein Tagesbeschrieb zum Lesen. Ich war ganz beeindruckt . Möchtest du nicht ein Buch über deine Erlebnisse schreiben? Viele Leser würden sich darüber freuen. Ich wünsche dir alles Gute.
    Liebe Grüsse
    Doris Caviezel

    Antworten
    • Sonntag, 2017-06-18 um  Uhr
      Permalink

      Liebe Doris
      Vielen Dank für Deinen motivierenden Kommentar.
      Ein Buch schreiben…
      Eigentlich bin ich ja bereits dabei, mein Buch zu schreiben. Du hast mit Deinem Kommentar gerade einige weitere Zeilen zu meinem “Buch” dazugeschrieben…
      Mein Buch soll leben und interessant zu lesen sein und nicht irgendwelche phantastischen Geschichten beinhalten.
      Du kannst ja übrigens nachlesen, wie es um meine ‘Stephan King’-Fähigkeiten bestellt ist. Klicke mal auf diesen Link und Du wirst auf alle Beiträge auf meiner Seite gelangen, die meine Phantasie betreffen:
      Phantasiegeschichten Markus
      Wie Du selbst feststellen kannst, ist an mir kein Krimiautor oder dergleichen verloren gegangen ?.
      Ich bleibe beim Krimi “Mac’s Leben” das ist auch für mich selbst rückblickend um einiges interessanter zu lesen, denn irgendein Hirngespinnst, das ich mal hatte…
      Nochmals vielen Dank für Deinen Kommentar und viel Spass bei der weiteren Lektüre von MME’s Tagebuch ?
      En schööni Ziit
      Mac

      Antworten

Dein Kommentar: