Am Samstag nehmen Moni und ich den Zug nach Luzern, treffen dort auf Maa und Paa und besteigen für die Weiterfahrt den Zug nach Lugano.
Paa meint zu mir: “Hed di Chlii de Zoog reserviert?”
Mich und auch di Chlii verbutzt es: Di Chlii 🤭.
Wir besteigen jedenfalls den IC 21 und fahren Richtung Paas Tunnel. Wir lesen beide ULTRASPANNENDE Sachen, die gestern passiert haben sein müssen 😯:

Wir kommen in Como an und machen das Checkin im Hotel. Nachher geht’s los auf Erkundungstour.
Wir gehen an den Ticketshop am See, um die Bedingungen einer allfälligen Schifffahrt zu überprüfen.
Moni muss einen riiiiiesen Umweg machen, um zu uns zu gelangen, wegen einem neuen Quai welcher sehr rollstuhlgängige Stufen besitzt 😳…
Nach einer halben Stunde kommt Moni dann doch noch zu fahren. Si hed etz e haub Stond… Kaum ist Moni angekommen, teilen wir unser Resultat der Ticketshopüberprüfung mit und sie muss den langen Weg wohl oder übel nochmals auf sich nehmen. Wir gehen weiter in den Dom zu Como, wo wir uns eine Abkühlung gönnen:

Am Nachmittag machen wir eine Siesta, da die Temperaturen WIRKLICH heiss sind und am Abend folgt eine legendäre Aktion seitens Paa:
Nach dem Bezahlen unseres Apéros stehen wir auf und laufen weg.
Da ruft uns der Kellner zu: “Non hai dimenticato qualcosa?”
Paa vergisst nicht nur seinen Rucksack, sondern diesmal toppt er auch noch mit dem Käppi nach.
Es geht dann weiter in eine Trattoria, wo wir legendären Wein bestellen.
Dann wirds noch legendärer…
Wir packen nämlich alle Bröder, die der Kellner gebracht hat, in den Bachmann-Sack vom Morgen ein. Zum Glück gibt der Bachmann immer übertrieben grosse Säcke für die Bröder mit…
Dann kommt unser Essen und der Kellner fragt: “Vuoi altro pane?”
Maa antwortet dann: “Sì, volentieri 😇” und wir schauen alle so richtig scheinheilig drein.
Auch Maa ist eine Legende.
Ich hab zwei Legenden als Eltern.
Am nächsten Tag fahren wir mit der Standseilbahn von Como nach Brunate. Ein Mitarbeiter, der auch handicapiert ist, ermöglicht uns eine Superfastline zu der Bahn.
Wir kommen mit der Bahn auf der Bergstation an und begeben uns an den Aussichtspunkt:

Wir setzen uns in das Bergrestaurant und treffen dort auf einen armen indischen Servierboy, welcher sein bestes bisher Gelerntes an den Tag legen möchte und gemäss Chefin ALLES falsch macht 😳. Der tut mir richtig leid und erinnert mich irgendwie an meine eigene Schnupperzeit:

Nach dem ersten Ristretto müssen Moni und ich auf die Toilette und siehe da… Die haben sogar ein B-WC. Dieses ist mit einem absolut rollstuhlgerechten Fusswasserspendenpedal ausgestattet, welchen Moni zu nutzen versucht 🤣:

Anderntags, ich schlafe nicht schlecht, okay. Ich stehe recht gerädert auf. Egal…, gehen wir in einen italienischen Pam, der 24h geöffnet hat und kaufen unser Standardfrühstück bestehend aus leckeren Fleischern, Brödern, Joghürtern, Käsen und Früchten.
Um den heutigen Trip zu meistern brauchen wir mehr Energie, da wir festgestellt haben, dass wir doch recht lange Anstehzeiten haben hier in Como.
Am Morgen in der Früh begeben wir uns an den Ticketcorner, um die Fahrkarte für die Schifffahrt zu erhalten. Der Verkäufer erblickt Moni in der Warteschlaufe und winkt ihr zu. Da Paa das beste Italienisch spricht von uns allen, schicken wir ihn vor und er managt das Souverän.
Unser Schiff startet um 09:10 und dauert NICHT zwänzg Minute, sondern zweieinhalb Stunden. Pro Weg! Das heisst wir tuckern fünf Stunden auf dem Comersee herum:

Maa informiert sich über die Reise und teilt uns mit, dass Bellagio ein sehr “mondäner” Ort sei. Ich schaue zu Moni und sie zu mir.
Mondän?
Was bedeutet echt dieses Wort? Kurz eine Googlesuche starten, den Ort betrachten und wir können feststellen was es bedeutet:

Mit dem Schiff geht es zurück in unser Kurzferiendomizil und wir machen eine kurze Pause.
Anschliessend gehts zum Apéro an den gleichen Ort wie am ersten Tag. Es gefiel uns dort so gut, dass wir grad nochmals hingehen:

Nachher kehren wir müde zurück ins Hotel und legen uns schlafen.
Wir wachen relativ früh auf und entscheiden uns zeitnah den Heimweg anzutreten, damit wir bei Zeiten wieder zuhause sind und auch ein wenig der Hitze im Tessin aus dem Weg gehen können. Zurück in der Heimat stellen wir dann fest, dass die Temperaturen doch nicht so viel kühler sind als in Como…
Vielen Dank jedenfalls für den schönen Trip nach Italien und bis bald mal wieder:

Da war doch einiges legendär an dieser Reise, Kusi, Chliini, Eltern, Apero, Wein, Essen, Schifffahrt mit 3 fff, vor allem die letzte Foto. Es ist also nicht so dass Maa mich führen muss, bin noch selbständig auf den Beinen,
Bellagio ist nicht nur mondän, sondern totally overcrowded withpeople, wir haben ja kaum einen Platz in der Beiz gefunden, erinnerst du dich?
Es isch e mega cooli Reis gsi🌞😎 au wenn’s chli vell Lüüt gha hed. I de chline heds uf jedefall gfalle.
Liebs Grüessli vo dinere Perle & so😉🤭💞
Einfach dass das festgehalten ist: Haben die legendären Eltern nicht noch einen viel legendäreren Sohn…???
Liebe SePätschert
Ou joo stemmt. Hani etz doch voll vegässe 🤣. De Kusi vergisst nie nüüt emmer alles ned!
Liebe Gronz
Kusi